Donnerstag, 30. Juni 2011

Filmkritik: Transformers 3 - Die dunkle Seite des Mondes (3D)

Es kommt wirklich nicht oft vor, dass ich zu einer Filmvorpremiere gehe, aber beim dritten Teil der Transformers-Reihe überlegten meine bessere Hälfte und ich nicht lange und kauften die Kinokarten bereits eine Woche vor dem gestrigen Kinobesuch. Dass wir Übereifrigen dadurch noch top Sitzplätze bekamen, brauche ich wahrscheinlich nicht extra zu erwähnen :)

Es fiel übrigens auf, dass Megan Fox nicht mehr dabei ist. Mit ihrer ''Nazi!''-Äußerung gegenüber Regisseur Michael Bay hat sie sich selbst ins Abseits katapultiert und damit den Weg für das Victoria's-Secret-Model Rosie Huntington-Whiteley frei gemacht. Meiner Meinung nach nehmen sich beide 'Schauspielerinnen' nicht wirklich viel. Eine mimt schlechter als die andere, was auch viel Make Up und makellose Körper nicht kaschieren können. Mehr als höchstens zwei Gesichtsausdrücke hat nämlich keine von beiden im Repertoire und wenn man genau hinsieht, kann man durch ihre Augen sogar die Innenseiten ihrer Hinterköpfe erkennen.




HANDLUNG:

Die Handlung von Transformers 3 umfasst zunächst einen Rückblick auf die 60er Jahre und den Raumfahrt-Wettlauf zwischen Russland und den USA. Angeblich soll dieser nur aus dem Grund stattgefunden haben, weil Satelliten den Absturz von einem fremden Objekt auf unserem Erdtrabanten beobachtet hatten. Dieses Objekt (ein Raumschiffwrack) musste schnellstmöglich untersucht werden. Hier taucht dann bereits der erste Filmfehler auf: Apollo 11 landete (wenn überhaupt) nicht auf der dunklen Mondrückseite, wie uns der Film vorgaukelt, sondern auf der uns stets zugewandten Seite (Stichwort: gebundene Rotation des Mondes) im sog. Mare Tranquillitatis.

Im Rest des Films versuchen mal wieder die fiesen Alien-Roboter mit der ebenfalls bösartig klingenden Bezeichnung Decepticons die Erde einzunehmen, um dann ein neues Cybertron zu erschaffen. Wie auch schon in den vorangegangenen Teilen stehen ihnen die Autobots mit ihrem Anführer Optimus Prime gegenüber, die an der Seite der Menschen für mehr Decepticon-Metall auf den Schrottplätzen dieser Welt sorgen wollen.
Autobot ist übrigens die Kurzform für Autonomer Roboterorganismus und hat daher - im Gegensatz zur naheliegendsten Vermutung - eigentlich nichts mit der ausschließlichen Verwandlung dieser netten Roboter in Automobile zu tun ;)

Erneut wird der Milchbubi Sam Witwicky (Shia LaBeouf) mit in den ganzen Schlamassel hineingezogen und zur zentralen Schlüsselfigur gemacht. Selbst Schuld, wenn der beste Freund ein kampferprobter Camaro ist!
Nicht ganz nachvollziehbar ist, wie jemand so Unscheinbares wie er es ist stets ultraheiße Freundinnen an Land ziehen kann. Carly (Rosie) ist wie Mikaela (Megan) ein paar Nummern zu hoch für Sam. Ich weiß zwar, dass einige Frauen durchaus auf Nerds stehen, aber irgendwie wirkt das Ganze in den Transformers-Filmen schon etwas unglaubwürdig.
Carlys Klamotten haben es übrigens in sich: sie reinigen sich selbst! ;)

Im Endeffekt siegt mal wieder nach einem wahren Zerstörungsinferno (Chicago geht völlig zugrunde) das Gute. Was nützt das jedoch, wenn der Dauerbösewicht Megatron zwar in jedem Teil getötet wird, aber letztlich nur, um im nächsten wieder herumzustänkern...






FAZIT:

Dark of the Moon stellte sich als bombastisches Effektkino in brillianter 3D-Optik heraus. Ich muss schon seeeehr lange zurückdenken, um einen ähnlich visuell mitreißenden Film zu finden.
Die Story schwächelt meines Erachtens hingegen ein wenig. Sie ordnet sich weit hinter den ersten beiden Teilen ein.
Es gibt zudem kaum witzige Szenen (nur die eine auf der Toilette mit dem Asiaten aus Hangover 2 war ein echter Brüller). Dahingehend hatten die Vorgänger deutlich mehr zu bieten!
Aufgrund der atemberaubenden Effekte (ich muss z.B. an die Gleitflugszenen durch die zerstörte Stadt denken) würde ich Transformers 3 insgesamt betrachtet hinter Teil 1 und noch vor Teil 2 einordnen. Die 3D-Optik bringt es einfach! :)

Wer Lust hat, die blitzschnelle Zerstörung eines Skyscrapers völlig ohne den Einsatz von Sprengstoffen zu sehen, der sollte sich diese Bilderstrecke mal anschauen:







Der Kinotrailer ist übrigens wirklich genial! Hier könnt ihr ihn euch ja mal anschauen.
 



Würde mich freuen, wenn euch meine Kritik gefallen hat :)

Kommentare:

  1. Wie immer klasse, deine Filmkritik :D

    Und den Satz mit den Augen und den Innenseiten der Hinterköpfe muss ich mir unbedingt merken :D

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  2. Öh... wow! Ich gestehe, diesen Film hätte ich mir - ebenso wie Hangover - nie angeschaut. Und werde es wohl nicht tun, nicht mein Genre. Zum Glück gibt es ja reichlich Auswahl, so dass für jeden etwas dabei sein sollte. Dank deiner Filmkritiken kann ich mir aber lebhaft vorstellen, was ich "verpasse" (oder auch nicht ;) ) und bin ein bisschen informierter. :)

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  3. Danke, Arcto! :)


    @ daisy

    Was ist denn dein Genre?
    Ich finde auch noch viele andere Filme aus ganz anderen Bereichen toll, würde mir aber nicht alles davon unbedingt im Kino ansehen wollen ;)

    Mein absoluter Lieblingsfilm ist z.B. ''Stolz und Vorurteil'' mit Keira Knightley. Aber auch den hatte ich mir damals nicht im Kino angeschaut, sondern direkt nach dem Erscheinen auf DVD besorgt :)

    Ins Kino gehe ich für gewöhnlich nur zu tollen Action-Blockbustern mit genialer 3-D-Optik (''Hangover 2'' war z.B. mal eine Ausnahme). Vielleicht ist im Juli ja noch ''Bad Teacher'' als Komödie drin. Den würde ich auch unbedingt mal sehen wollen...

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