Samstag, 28. September 2013

Pilze & andere Geschöpfe

Beim letzten Mal war ich noch keine 1,70 m groß und so war es heute nach so langer Zeit ziemlich aufregend, wieder Pilze sammeln zu gehen.

Zunächst erstmal ein kleiner Überblick über die entdeckten unterschiedlichen Pilze:


der allererste Pilz, den wir bei unserer Suche erblickten, war dieser schöne Fliegenpilz


Essbar? (Keine Ahnung!)


diesen Speisepilz haben wir heute mit Abstand am häufigsten gesammelt:
Maronenröhrling (auch bekannt als Braunkappe)
=> sollte man ja eigentlich nicht mehr wg. dem hohen Cäsium-Gehalt sammeln... ;)


Essbar? (k.A.)


Essbar? (k.A.)
=> ähnelt der zuvor gezeigten Pilzgruppe, ist aber wohl was anderes


Essbar? (k.A.)


Essbar? (k.A.)
=> das war der einzige Korallenpilz, den wir heute entdeckten


Essbar? (k.A.)


nach langem Suchen im Büchlein und ewigem, unschlüssigem Hin- und Herblättern war klar:
wir hatten einen größeren Bereich mit einigen Echten (bzw. Gemeinen) Rotfußröhrlingen entdeckt :)
=> sind recht gute Speisepilze (laut Buch), aber leider auch mit Cäsium belastet


Essbar? (k.A.)


Gruppe von drei Bovisten (Puffpilzen) in unterschiedlichen Entwicklungsstadien


diesen Röhrenpilz (+ zwei identische andere) konnten wir leider nicht zweifelsfrei zuordnen
=> da sie auch ein bisschen matschig wirkten, verlief die Trennung letztlich schmerzfrei :)


unser leicht gefüllter Pilzkorb (ja, da sind auch Brombeeren mit dabei *g*)


Anschließend ging es ans Kochen:


hier sind die Braunkappen (links) und die Gemeinen Rotfußröhrlinge (rechts) nach dem Putzen 
(bloß nicht waschen!) zu sehen, danach dann jeweils klein geschnitten und fertig zubereitet
=> Nudeln kochen; Pilze in Butter anbraten (bei Bedarf mit Zwiebeln - wäre mir aber zu eklig); 
etwas Milch hinzufügen (hatten keine Sahne da und mussten daher etwas improvisieren);
alles zusammenfügen und nach Belieben würzen (ich nahm lediglich Pfeffer und Salz); fertig
(das Rotfußröhrling-Gericht hebe ich mir für später auf, das andere schmeckte schonmal toll)


Das Ganze erinnerte mich an eine spontane Kochaktion von vor ein paar Wochen:


hatten bei einer Wanderung zufällig drei kleine Braunkappen entdeckt und mitgenommen
=> bei der 'Masse' kam eigentlich nur ein Pimp-My-Soup in Frage ... *yummy*


Von der tierischen Perspektive aus betrachtet war das Pilze sammeln heute auch recht interessant:


Was meint ihr: Ist das ein (brauner) Grashüpfer?


video
niedlicher Frosch (oder niedliche Kröte)


kaum waren wir zu Hause, ging's auch schon unter die Dusche
=> beim Ausziehen entdeckte ich dann einen neuen winzigen Leberfleck auf dem Knie ...
... ''Moment mal, der bewegt sich ja!'' dachte ich und entfernte umgehend die Microzecke
(Ihr könnt nichts erkennen? Kleinen Augenblick bitte ...)


hier nochmal im Supperzoom das kleine Biest, das mich bestimmt bald gebissen hätte
*puuuuh* ... Glück gehabt! :)

Kommentare:

  1. Puh, Glück gehabt mit der Zecke. Die Dinger braucht kein Mensch! Zum Pilze sammeln wäre ich viel, viel zu feige. Aber gut, wenn man jemanden kennt, der sich damit auskennt. Für mich sehen die ja quasi alle gleich aus - nur der Fliegenpilz sticht hervor. Das der nicht essbar ist, weiß sogar ich! ;)

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    1. ''Für mich sehen die ja quasi alle gleich aus...''
      You made my day! xD

      Die Rotfußröhrlinge habe ich übrigens auch zum allerersten mal gesammelt. Bei den roten Stielen vermutete ich zunächst eine Giftpilzgattung. Einzig ein Blick in mein schlaues Büchlein ließ mich letztlich aufatmen :)


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  2. Wow - das war ja ne tolle Exkursion....Deine Bilder sind klasse....aber Pilzesammeln traue ich mich auch nicht, es sei denn, jemand Kompetenes beäugt sie anschließend..Gut, dass Du das böse kleine Ding entdeckt hast. Melde Dich mal, ob Du das Pilzeessen gut überstanden hast.... :-)...

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    1. Ja, ich bin wirklich heilfroh die Zecke los zu sein. Wer weiß, was alles hätte passieren können...
      Die Maronen habe ich sehr gut vertragen. Nachher sind die Premiären-Rotfußröhrlinge an der Reihe.
      Verbleiben wir doch einfach so: wenn ich mich wieder melde, habe ich alles gut vertragen, wenn nicht, dann lest ihr möglicherweise nie wieder etwas von mir (wäre auch eine klare Pilzauskunft) *lol*

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  3. Obwohl wir als Kinder wirklich viel Pilzesammeln waren (im Harz, mein Vater meinte immer, der Wald sei sein Garten, da gingen wir auch Brom- und Him- und Heidelbeeren sammeln), kenne ich die Pilze nicht mehr. Heutzutage nehmen wir nur Röhrenpilze mit, da kann man nichts verkehrt machen. Aber wirklich erfolgreiche Pilzesammler sind wir nicht, leider.

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    1. Ach so, Schirmpilze nehmen wir auch, da kann man auch nichts falsch machen.

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    2. Oh Vorsicht - nicht alle Röhrenpilze sind essbar!
      Schirmpilze habe ich gestern leider keine gesehen (die soll man ja auch nicht verwechseln können).

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    3. Hey zufällig hier drauf gekommen, kann dir aber ein wenig helfen :D
      Bild 4 sind definitiv Grünblättrige Schwefelköpfe, Bild 5 wahrscheinlich auch. Könnten aber auch Rauchblättrige Schwefelköpfe sein. Letzere sind essbar, die ersten mäßig giftig. Lass aber lieber von beiden ab :)

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    4. Hallo Unbekannte(r),
      ich freue mich, dass du mir hier weiterhelfen kannst. Diese beiden Pilzarten kamen auch laut meinem Pilzbuch in Frage, jedoch stand dort auch, dass nur wahre Kenner die beiden Sorten unterscheiden könnten (anhand der Lamellen). Bei Zweifeln lasse ich dann lieber die Finger von den Pilzen - das schont die Nerven und rettet möglicherweise Leben.
      Nochmals Danke für deine Hilfe! :)

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