Donnerstag, 19. Februar 2015

Gedankenspiele

Was haltet ihr hiervon?




In der Zeit von 6:00 Uhr bis 6:59 Uhr gab es heute bei mir 404 Blog-Seitenaufrufe. Oben seht ihr zum Vergleich mal den gesamten Verlauf der letzten sieben Tage und da sticht die 'kleine' Abweichung durchaus hervor.

Was kann das bedeuten? Irgendwelche interessanten (Verschwörungs-)Theorien? *g*

Mein erster (typischerweise rein pessimistischer) Gedanke war eine Abmahnkanzlei (beim Sammeln von Informationen), aber die dürften eigentlich noch nicht so früh am Morgen tätig sein.

Dann kam mir in den Sinn, dass schon einmal eine (ausländische) Webseite meinen kompletten Bloginhalt kopiert hat (Texte und Bilder), um das Ganze dann in den eigenen Webauftritt (voller Plagiate) einzufügen. Damals fand ich das eher zufällig heraus und eine kurze, aber bestimmte Nachricht führte zur sofortigen Entfernung des Ergebnisses dieser dreisten Klau-Orgie.
Wäre zumindest eine halbwegs plausible Erklärung für die unnatürlich hohe Klickzahl innerhalb des relativ kurzen Zeitraums...

Wer auch immer das war hat keinen Spam hinterlassen und auch die Zugriffsquellen sind völlig unauffällig. Bin echt ratlos :(

Ich muss an dieser Stelle noch gestehen, dass ich nun schon seit einiger Zeit mit dem Gedanken spiele, diesen Blog eventuell in einen nicht-öffentlichen zu verwandeln und nur einen ausgewählten Personenkreis als Leser einzuladen.
Das hat allerdings in erster Linie einen rechtlichen Hintergrund, denn ich bin nicht gewillt und werde es auch niemals sein, meinen Realnamen nebst Adresse öffentlich bekannt zu geben (wg. meinem Ex-Stalker, meiner Mutter, meinem Erzeuger und auch generell aus Gründen der Privatsphäre ... z.B. muss meiner Meinung nach nicht jeder beim Lesen eines Reiseberichts zugleich erfahren, welche Wohnung aktuell zum Ausräumen ohne Gegenwehr bereitsteht und v.a. was es dort alles zu holen gibt).
Sobald man jedoch IRGENDEINE MEINUNG zu Dingen jenseits des Privatlebens preisgibt (Bücher, Filme, Beautyprodukte, Firmen, Restaurants, Veranstaltungen, etc.), einen Link zu einer Webseite mit Gewinnerzielungsabsicht (z.B. Onlineshops oder Kreativwebseiten mit eigener Verkaufssparte) setzt oder Werbebanner eingebunden hat, ist man laut Gesetz dazu verpflichtet, ein leicht auffindbares (!) und. v.a. ordnungsgemäßes Impressum zu führen (die Adresse als Bilddatei/ Grafik einzufügen ist z.B. unzulässig, weil dies Sehbehinderte diskriminiert, die Angabe von einer Postfachadresse ist ebenfalls nicht gestattet wg. der fehlenden ladungsfähigen Anschrift, Pop-Up-Fenster gehen auch nicht, weil sie blockiert werden können und Abkürzungen des Vor- oder Nachnamens sind genauso wenig erlaubt). Wer dagegen verstößt, muss unter Umständen mit einer dreistelligen Abmahnsumme rechnen - in Ausnahmefällen kann diese auch deutlich höher ausfallen.
Da hilft es im Übrigen nicht wirklich etwas, wenn 99% des Blogcontents privater Natur ist und man mit der Webseite keinerlei Gewinnerzielungs-Absichten verfolgt (diese sprechen immer für Gewerblichkeit, welche ein Impressum zwingend erforderlich macht). Auch die Angabe, dass es sich um einen rein privaten Blog handelt, ist bei gegensätzlichen Inhalten leider überhaupt nicht hilfreich.
Schöne Sche***, oder? :(

Hintergrund: der Gesetzgeber wollte sicherstellen, dass mögliche rechtliche Ansprüche schnell/ ohne größeren Aufwand geltend gemacht werden können und Informationen über den oder die Webseitenbetreiber sofort bereitstehen. Anhand der IP-Adresse kann man diese(n) zwar ebenfalls ausfindig machen, allerdings bedeutet das dann einen Mehraufwand, welcher abmahnungsberechtigt ist.
Für weitere Informationen bitte unbedingt lesen: § 5 TMG (Telemediengesetz)  i.V.m. § 55 RstV (Rundfunkstaatsvertrag).
Aufgrund der divergierenden Rechtsprechung (nur hinsichtlich unvollständiger und nicht komplett fehlender Impressen!) sollte die Gefahr einer Abmahnung keinesfalls unterschätzt werden.
Da ich das Ganze nur hobbymäßig betreibe, habe ich keine Lust auf horrende Geldforderungen und somit entstand auch meine aktuelle Privat-Blog-Überlegung. Wäre auf jeden Fall eine äußerst vernünftige Lösung.
Ironischerweise haben die meisten meiner Lieblingsblogs entweder gar kein oder ein (ganz offensichtlich) absichtlich fehlerhaftes Impressum ... da befinde ich mich also in äußerst guter und v.a. charmant-rebellischer Gesellschaft ;)

Weil das Thema dann doch schon ziemlich heikel ist, bin ich mal gespannt, ob jemand hierzu öffentlich ein Statement abgeben möchte.

Kommentare:

  1. Welche Deiner Themen haben denn soviele Klicks.....und welche Suchbegriffe landen auf Deinem Blog....?

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Die Themen und Suchbegriffe sind unauffällig, also hat sich jemand mit Lichtgeschwindigkeit einmal quer durch den Content geklickt und sich nicht an einzelnen Beiträgen aufgehängt. Ca. 400 Klicks in 60 Minuten sprechen für ein extrem schnelles (evtl. suchendes?) Vorgehen.
      Bin wirklich total verwirrt...

      Löschen
    2. Es gibt Spam-Blocks, die sammeln automatisch und klicken automatisch.....da steckt nichts Menschliches dahinter...meinte mal mein Experte bei einem ähnlichen Fall.....

      Löschen
  2. Welche Posts angeklickt wurden, würde mich in dem Zusammenhang auch interessieren. Ich kann Dir schon mal sagen, ich war es nicht ;)
    Ich glaube auch nicht dass es sich um eine Abmahngeschichte handelt, die Uhrzeit ist irgendwie zumindest in meiner Welt zu früh dafür.
    Das mit dem Impressum kann ich verstehen, ich habe da auch nur meine Mail-Adresse vom Blog hinterlegt, braucht keiner in einem Blog mit privatem Inhalt wissen, wer ich bin und wo ich wohne.
    Hier noch eine kleine Verschwörungstheorie: IKEA ist auf der Suche nach dem absoluten Fan und hat deshalb Deinen Blog gescannt um Dich zur neuen "Schweden-Königin" zu küren ;)

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Alle möglichen Posts und aller Wahrscheinlichkeit nach nie zweimal die gleichen.
      Keine Ahnung, wann Abmahnkanzleien in den Tag starten, aber beim Liebsten ist es nie vor 8 Uhr :)

      IKEA und ich haben ehrlich gesagt ein eher zwiegespaltenes Verhältnis. Ich war vor 100 Jahren mal mit Mony zusammen Moderatorin in einem vom Schweden auf die Beine gestellten Forum (von damals kenne ich auch noch Judy und Timeless) und wir beide haben uns desöfteren wegen Auffälligkeiten im Zusammenhang mit Gewinnspielen und anderen Vorkommnissen mit der Redaktion angelegt. Unser Abgang war dann auch mehr als dramatisch (wir haben dort all unsere Beiträge gelöscht, was praktisch jeden Thread in unverständliches, lückenhaftes BlaBla verwandelte). Das war echt böse, ich weiß ;)

      Zudem gab es hier bisher auch mehr als nur einen äußerst kritischen Beitrag hinsichtlich der Produktpalette vom Lieblingsschweden. Z.B. meine Meinung zu den beiden letzten IKEA PS Kollektionen:
      2012: http://blogworld-of-tira-mi-su.blogspot.de/2012/04/ikea-ps-2012-collection.html
      2014: http://blogworld-of-tira-mi-su.blogspot.de/2014/05/ikeas-postskriptum-neuauflage-weitere.html

      P.S.: Buchrezensionen und Erfahrungsberichte über namentlich genannte Lagellacke fallen auch unter sogenannten redaktionellen Inhalt.
      Rein privat ist ein Blog wirklich nur dann, wenn man eine Art Tagebuch führt (z.B. ''Mein Freund war heute echt doof.'') und niemals eine Meinung über klar erkennbare Dritte (Firmen, Bücher, Filme, Serien, Klamotten, Beautyartikel, Events, Produkte, u.s.w.) preisgibt. Sobald man öffentlich zugängliche Inhalte verfasst, läuft man halt auch Gefahr, irgendjemandem damit auf den Schlips treten zu können.
      In einem rein privaten Blog dürfte man halt nur in den seltensten Fällen schreiben, wie man etwas findet.
      ''Die Suppe schmeckte eklig.'' wäre z.B. okay. ''Die Suppe von XXX schmeckte eklig.'' hingegen nicht. Text-Bild-Kombinationen in Zusammenhang mit der obigen Meinung (''Die Suppe schmeckte eklig.'' + ein Foto von der Suppenverpackung, die den Hersteller erkennen lässt) würden dann ebenfalls keinen rein privaten Blog mehr begründen.
      Klingt bescheuert, ist aber leider wirklich so! Der Suppenhersteller könnte dich ja aufgrund dieser verkaufsschädigenden Äußerung verklagen wollen. Ich glaube, so langsam kommen wir in die entscheidende Richtung :)
      Zum Thema Buchrezensionen fällt mir direkt dieser äußerst interessante Vorfall eines klagefreudigen Buchautoren ein: http://www.tomshardware.de/Myriel-Bucherzeit-Meinungsfreiheit-Klage-Verleumdung,news-246917.html
      Der Originalpost der Verfasserin: https://buecherzeit.wordpress.com/2011/11/16/john-asht-twin-pryx-zwillingsbrut/
      Nur weil man abmahngefährdet ist, muss das natürlich nicht bedeuten, dass das auch tatsächlich passiert. Dafür braucht's aber halt meist bloß eine einzige auf Krawall gebürstete Person, die einem schaden möchte :(

      Löschen
    2. Oh das macht mich jetzt doch ein bisschen panisch und lässt mich drüber nachdenken, ob das alles so richtig ist wie es in der Blogger-Welt zugeht. Eigentlich möchte ich meinen Blog nicht privat machen, da man meiner Meinung nach dann keine neuen Leser mehr bekommt und ich neue Leser immer gerne habe ;) Andererseits, wenn ich angst haben muss dass mich ein Autor oder ne Suppen-Firma oder ein Restaurant verklagen, nur weil ich Ihre Waren eben nicht so prickelnd finde, darauf habe ich ehrlich gesagt auch keine Lust. Ein Dilemma ;)

      Löschen
    3. Wegen potentiellen Klagen aufgrund des Inhalts würde ich mir keine allzu großen Gedanken machen. Gerade in Restaurants isst man doch so gut wie nie alleine und hat somit immer mind. einen Zeugen, der den Wahrheitsgehalt bestätigen kann. Deine Buchkritiken enthalten - soweit ich das beurteilen kann - auch keine Aufhänger für erfolgreich durchsetzbare Ansprüche.
      Ich glaube ja sowieso, dass die meisten Blogger sich mehr Gedanken über die Abmahnfähigkeit aufgrund des fehlenden Impressums anstatt über mögliche (berechtigte) Klagen machen sollten.

      Deine Gedankengänge zum Privatblog sind übrigens auch die meinen. Bin da echt hin und hergerissen, werde mich aber wohl für die sichere Variante entscheiden. Erst durch Alice (weiter unten) habe ich erfahren, dass es vor vier Jahren schon einmal eine große Abmahnwelle quer durchs Bloggerland gegeben hat. Die nächste kommt bestimmt ... zumal mit der steigenden Bloganzahl inzwischen auch deutlich mehr Geld für die Abmahnkanzleien rauszuholen ist.

      Löschen
    4. BTW: Die Abmahnwelle damals galt Bildern von diversen Websiten - nicht einem fehlerhaften Impressum. Diesbezüglich habe ich bisher noch keinen Fall gehört.

      Löschen
  3. Das ist ja wirklich seltsam.
    Ich kann verstehen, dass du nach Möglichkeiten suchst, deine Privatsphäre zu schützen. Ich denke auch ab und an darüber nach, meinen Blog zu "privatisieren", habe mich bisher aber noch nicht dazu durchringen können.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Meine Privatsphäre ist aktuell ja zum Glück absolut nicht gefährdet. Kaum jemand aus der Blogwelt hat meinen Realnamen oder die Anschrift und mein Gesicht zeige ich hier ja auch nie her. Also alles bestens.
      Meine Erwägungen sind tatsächlich ren rechtlicher Natur: Bin ich wirklich bereit, für diese Blog-Privatsphäre hunderte Euros zu zahlen? Eben nicht, aber genau dieses Risko schwingt halt die gesamte Zeit über mit.
      Das ist der Knackpunkt und Abhilfe könnte eigentlich nur eine Zugriffsbeschränkung schaffen.
      Dann könnte ich auch echten Beziehungskrams mal ansprechen, ohne, dass die bessere Hälfte mitliest. Hätte irgendwie auch was ;)

      Löschen
  4. P.S.: Mos Theorie @Schwedenkönigin ist großartig!

    AntwortenLöschen
  5. Das ist wirklich kurios. Vielleicht hat irgendein Japaner ein Bild von dir über die Bildersuche gefunden und in seinem Großraumbüro rundgemailt und alle haben geklickt :D Ich war übrigens auch nicht der Verursacher, um die Uhrzeit habe ich eine Zeugenaussage für die Polizei VON HAND schreiben müssen und echt ewig gebraucht. (Ich war Zeuge bei ner Parkplatz Kollision, nichts Schlimmes, keine Aufregung :D)

    Oh ja, Impressum. DAS kocht immer wieder hoch. Vor vier Jahren hat eine Abmahnwelle dazu geführt, dass ca. 50% der Blogs die ich regelmäßg gelesen habe, geschlossen wurden. Ich habe mich erst beim Wechsel zur eigenen Domain überhaupt mal schlau gemacht und mein Impressum war und ist natürlich auch nicht astrein. Der, befreundete, Anwalt, den ich in dem Zusammenhang (für umme) angehauen habe, meinte, sofern ich keine Kooperationen eingehe, keine affiliate-Links-Dings mitmache und kein Geld für irgendwas nehme, bewege ich mich mit meinem "privater Blog" in einer Grauzone und ich sollte es mal drauf ankommen lassen - zumal der Besitzer meiner Domain und sein Wohnsitz schnell ermittelt ist (mich schreiben oft Leute unter seinem Namen über die Blog-Adresse an um nach Kooperationen zu fragen). Also lasse ich das nun mal so laufen und werde ihm den Fall auch mal grad auf's Auge drücken, wenn es je einen Fall geben sollte - hoffentlich nicht, klopf auf Holz. Die Gründe warum ich weder Klarnamen noch Adresse im Impressum habe, sind genau die, die du auch aufzählst. Ich drücke uns allen mal weiterhin die Daumen, dass wir mit unseren Amateurfotos und paar Klicks wirklich zu uninteressant sind...

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ich überlege gerade, bezogen auf deinen vorletzten Absatz: wenn man also immer nur positiv von Sachen schreibt, dann wird sich keiner auf die Füße getreten fühlen, nicht aufmerksam und ergo auch nicht klagen? Wir sollten also alle nur noch Blümchen und Regenbogen auskotzen :D

      Löschen
    2. Also wenn es EIN Bild gewesen wäre, hätte ja irgendeiner meiner Posts eine riesige Klickzahl zu verzeichnen gehabt. Das gab's aber nicht, also müssen sich die Seitenaufrufe fast auf meinen gesamten Blog und somit verschiedenste Inhalte erstreckt haben.

      Oh Gott - auf euine Zeugenaussage per Hand hätte ich wahrscheinlich auch keine Lust. Da juckt's einen doch mächtig unter den Fingern ''Ich hab nicht's gesehen'' zu schreiben xD

      Vor vier Jahren also? Das war ja dann kurz bevor ich mit meinem Blog gestartet bin...
      Da kommt das bestimmt bald mal wieder. Mony hat ihren aufgrund meines Beitrags vorübergehend auch erstmal geschlossen. Ich folge dann womöglich Ende des Monats mit der Privatisierungsaktion.

      Amateurfotos und Klickzahlen spielen bei diesen Abmahnungen im Übrigen so gut wie gar keine Rolle. Da geht's wirklich nur ums (große) Geld und je kleiner ein Blog ist, umso weniger Gegenwehr könnte man sogar vermuten.

      Dein Nachtrag bringt grad zwei Dinge durcheinander: zum einen geht es um die Impressumspflicht, der wir grundsätzlich unterliegen, weil wir auf unseren Blogs Meinungen verbreiten und zum anderen die Gefahr des Verklagtwerdens, weil vielleicht mal eine unserer Äußerungen irgendwem nicht gepasst hat. Ersteres ist genau deshalb notwendig, um zweiteres durchsetzen zu können.
      Wenn man aufgrund des fehlenden Impressums abmahngefährdet ist, spielt der Inhalt meist keine weitere Rolle. Theoretisch könnte auch irgendeine große Bloggerin (mit Impressum und haufenweise Werbeeinnahmen) einen Rundumschlag mithilfe einer Kanzlei starten. Wir sind dann ja sozusagen im weitesten Sinne ihre ''Konkurrenz''. Abmahnkanzleien können (soweit ich weiß) nicht einfach so Unterlassungserklärungen verschicken, sondern vertreten stets einen Mandanten (meist aber eher nur als Vorwand), um deren Rechte durchzusetzen.
      Bei eBay ist das ja auch nicht anders. Dort werden ebenfalls nur direkte Konkurrenten abgemahnt, indem sich die Kanzleien ganz gezielt auf die Suche nach Verstößen in den Impressen begeben.

      Klage- und Abmahngefahr sind wie gesagt zwei Paar Schuhe. Das eine ist theoretisch ohne das andere denkbar.

      Löschen
    3. Danke für deine Ausführungen :) Ehrlich gesagt finde ich DEINE Erklärungen wesentlich verständlicher als alles was ich bisher zu dem Thema gelesen und erklärt bekommen habe.

      Ich will unsere Adresse aber immer noch nicht veröffentlichen *möp* Kann man da zB einen rechtlichen Stellvertreter einsetzen? Also zB eine Anwaltsanzlei an die Anliegen geschrieben werden können? Würde das auch gelten? Sorry, das sich DICH das jetzt frage :D

      Löschen
    4. Ich darf leider keine Rechtsberatung auf dem Blog betreiben, weil mich das u.U. haftbar machen könnte.

      Zu der von dir geschilderten Idee kann ich hier also nur sagen, dass ICH keinesfalls die Adresse eines Stellvertreters einsetzen werde, da das meiner Meinung nach keiner ladungsfähigen Adresse entspricht xD

      Interessante Beobachtungen, die ich bisher in Bloggerhausen-Grauzonen-Impressen gemacht habe, sind folgende (ohne rechtliche Wertung meinerseits!):
      1) Vor- und Nachnamen zwar jeweils ausgeschrieben, aber alle Buchstaben durch Leerzeichen voneinander getrennt (damit wäre man zumindest nicht mehr über google durch Eingabe des Namens auffindbar und die Blinden würden ebenfalls nicht diskriminiert werden; das Einbrecher-Argument bleibt aber weiterhin bestehen)
      2) Realnamen i.V.m. der Firmenadresse, bei der man angestellt ist (das Einbrecher-Argument fällt weg, aber es werden neue Probleme hinsichtlich des AG geschaffen)
      3) Künstlername (im Perso eingetragen!) nebst Realadresse (wäre ja theoretisch besonders in Mehrfamilienhäusern ein relativ weitreichender Identitätsschutz)

      Was ich beinahe vergessen hatte: Bußgelder könnten theoretisch auch noch verhängt werden von der zuständigen Behörde. Reicht wohl von 5 € Verwarngeld bis zu einem Ordnungsgeld i.H.v. 50.000 €.
      Das könnte z.B. dann geschehen, wenn man bei der Behörde anonym von einem Menschen gemeldet wird, der den Blog/ Bloginhaber nicht leiden kann. Am wahrscheinlichsten sind jedoch die bereits erwähnten Abmahnungen durch darauf spezialisierte Kanzleien.
      Wenn Bloginhaber ohne Impressum verklagt werden sollten, könnte der Kläger in diesem Rahmen möglicherweise auch noch Schadensersatz für die (ggf. umständliche) Bloginhaberermittlung geltend machen. Das ist übrigens der einzige Überschneidungspunkt, der mir spontan in diesem Zusammenhang einfallt :)

      P.S.: Wer Bilder ungefragt aus dem Netz verwendet, dem ist nicht zu helfen. Ich finde solch ein Handeln einfach nur dumm.
      Dazu gehören auch Outfitzusammenstellungen mit Onlineshop-Bildern. Erst durch eine umfassende Veränderung des Bildmaterials wird ein völlig neues Urheberrecht des Kreativlings begründet. Dafür darf das Ursprungsbild aber nicht mehr eindeutig erkennbar sein.
      Ich kann es gar nicht mehr zählen, wie oft ich schon eBayer und Kleinanzeigen-Inserenten völlig sachlich darum gebeten habe, meine (z.T. sogar noch klar mit dem Tira-Mi-Su versehenen) Bilder bitte umgehend zu entfernen. In 50% der Fälle wird man dann auch noch unfreundlich angegangen, dabei sollte man eher dankbar sein, dass ich nicht direkt rechtlich dagegen vorgegangen bin mit entsprechend horrender Geldforderung. Ich könnte jetzt schon steinreich sein :)

      Löschen
  6. Interessant. Das hatte ich auch diese Woche. In der Nacht vom 16. zum 17. stieg die Besucherzahl enorm an, insgesamt waren es an dem Tag dann fast 1200 Aufrufe, was recht ungewöhnlich ist. Hatte mich schon gefragt, ob man in Japan den Japan Sew Along verfolgt :-) Aufgrund der Tageszeit oder eher Nachtzeit muss es wohl vom anderen Ende der Welt gekommen sein.
    An den Statistiken der Posts und Zugriffsquellen konnte ich auch nichts feststellen.... Mysteriöööös!

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Dann tippe ich darauf, dass irgendeine Webseite unsere Inhalte kopiert hat, um sie bei sich einzufügen. Kommt häufiger vor, als man denkt.
      Wenn man sich nur für einzelne Blogposts bei dir interessiert hätte, wären die Zugriffe auch nur dort so stark angestiegen. Ich vermute jedoch, dass es bei dir ebenfalls breit verteilt war.

      Löschen
  7. Habe gerade mal die zwei verlinkten Sachen zu der "Buchrezension" gelesen. Das sagt ja noch nicht viel. Zwei Streithammel. Interessant wäre es nun zu erfahren, ob der Typ die Drohung überhaupt wahr macht und was in diesem Fall rauskommen würde.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ach, das ist ja schon ´ne Weile her. Also ist vermutlich nichts passiert (?)

      Löschen
    2. Das werden wir wohl eher nicht erfahren. Gut möglich, dass er bzw. seine Verlegerin tatsächlich geklagt haben (die Erfolgsaussichten schätze ich jedoch als äußerst gering ein, weil seine Behauptungen wohl kaum nachweisbar waren). Als Maximum der Gefühle sehe ich hier einen geschlossen Vergleich inkl. Stillschweigevereinbarung über den Inhalt.

      Ähnlich lief es ja auch bei Jules von den IKEA Hackers. Die Webseite geriet letztes Jahr ins Visier vom Schweden, der aufgrund der eingebauten Werbebanner aktiv wurde. Das Unterlassensschreiben von IKEA wegen Verletzung der Markenrechte (durch den im Webseitennamen eingebauten Namen des Möbelhauses) endete, soweit ich weiß, in einem Vergleich. IKEA soll wohl u.a. die freiwillige Übertragung der Domain eingefordert und bei Weigerung
      rechtliche Schritten angedroht haben. Der Kompromiss hat dann offenbar darin bestanden, dass sie zwar die Domain unter dem bisherigen Namen weiterführen darf, die Werbebanner jedoch entfernen müsse.
      Ich glaube, dass sich der schwedische Möbelriese mit der Aktion absolut keinen Gefallen getan hat. Das PR-Desaster war riesig, weil die unzähligen Hacker-Anhänger weltweit entsetzt auf das Vorgehen von IKEA reagierten. Typischer Fall von David gegen Goliath.

      Löschen
  8. Vielleicht ist das der Grund, warum viele "F*rmenn*me" schreiben - in der Annahme, dass sie so nicht gefunden werden und wenn, dann der Anonymisierung genüge getan haben.
    Keine Ahnung, ob das so geht.
    Aber falls da wirklich jemand anfängt, wild abzumahnen, um sich einen Namen zu machen, oder auch einen kleinen Reihbach - dann wäre die Bloggerkultur wohl ziemlich am Boden.
    Denn wie will man Leser gewinnen, wenn nur geladene Leser zugelassen sind. Bei wem will man eingeladen werden, wenn man gar nicht weiß, wer dort schreibt und was der schreibt.
    Als nächstes darf man dann am Telefon nicht mehr sagen, das die Tütensuppe von *** nicht schmeckt? Denn das ist ja nicht privat und darf entsprechend geahndet werde?

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Man kann doch trotz der Sternchen meist noch ganz deutlich erkennen, welche Firma gemeint ist ... anonymisiert wäre das Ganze wirklich nur dann, wenn man dieses Trara komplett weglässt:)
      Gefunden wird man über Suchmaschinen so natürlich tatsächlich etwas schwerer...
      Neue Leser kann man bei einem privaten Blog leider wirklich nicht dazu gewinnen, da hast du schon Recht. So, wie es jetzt ist, stellt das aber ein enormes Risiko für mich dar, zumal mein Beitragsumfang inzwischen auch bereits mehr als betrachtlich ist.

      Am Telefon kannst du deinem Gegenüber natürlich auch weiterhin all das sagen, was du möchtest. Selbst Konferenzschaltungen bleiben ein Hort freier Meinungsäußerungen (sind ebenfalls privat). Abgesehen vom ausgewählten Personenkreis (+ evtl. noch der NSA oder des BND) hört da auch niemand sonst zu.
      Ein öffentlich zugänglicher Blog mit seinen darin verbreiteten Meinungen kann jedoch von JEDEM gelesen werden. Genau da liegt der Unterschied!

      Löschen
    2. Wie ich festgestellt habe, habe auch ich an besagtem Tag 406 Treffer erzielt. Das ist doch wirklich merkwürdig.

      Ich bezweifle sehr, dass Telefonate viel anonymer als Blogs sind.
      Aber das ist meine persönliche Paranoia. ;-)

      Vielleicht werde ich demnächst Markennamen nur noch als Anagramm schreiben. E-Kai oder so... *ggg*

      Löschen
    3. 'Möbelschwede' geht doch auch, oder? Da bräuchte es eigentlich kein Anagramm :)
      Ich nenne ein anderes Unternehmen immer 'eBucht' ... da müsste man eigentlich trotzdem verstehen, worum es geht xD
      Ob mich der größte Burgerriese für mein dauerndes 'McDoof' wohl irgendwann mal juristisch ins Visier nimmt? *g*
      Die 404 Seitenaufrufe fanden bei mir im Übrigen innerhalb einer Stunde (!) und nicht innerhalb eines Tages statt. Ich glaube inzwischen recht stark, dass da irgendein Robot unsere gesamten Blog-Contents gesammelt hat.

      Telefonate sind zumindest in erster Linie privat. Klar könnte im Prinzip jeder abgehört werden (ich hatte ja bereits die NSA und den BND erwähnt), aber eine Veröffentlichung des Inhalts ohne Zustimmung beider Telefonpartner steht in Deutschland sogar unter Strafe.

      Löschen
  9. Ich hatte es vor ein paar Tagen auch. Zack, innerhalb kürzester Zeit (1 Stunde) hatte ich an die 300 Klicks, was bei mir wirklich sehr ungewöhlich ist. An den Posts, Zugriffsquellen konnte ich auch nichts ungewöhnliches feststellen. Hmm..

    LG
    Faye

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Da du im Gegensatz zu den meisten anderen Betroffenen, die sich hier geäußert haben, meiner Meinung nach über ein vollständiges/ korrektes Impressum verfügst, wird es wohl eher keine Abmahnkanzlei gewesen sein. Ich bin daher inzwischen überzeugt davon, dass es sich bei uns allen möglicherweise um eine (evtl. derzeit noch in Planung befindliche) Urheberrechtsverletzung durch unbefugte Dritte handelt.
      Robots scheinen unsere Bloginhalte zu kopieren. Als einzig plausibler Hintergrund kommt dafür meiner Meinung nach die Publizierung unserer Contents auf einer externen Webseite in Betracht.
      Eine weitere - allerdings etwas paranoide - Möglichkeit wäre, dass NSA oder BND (ähnlich wie bei facebook bereits vermutet) sämtliche Beiträge von uns sammeln, um Persönlichkeitsprofile zu erstellen. Gerade für diese Institutionen dürfte es ja relativ einfach sein, die Realdaten passend zum Blog herauszusuchen. Das Ganze ist aber schon ein bisschen arg weit hergeholt :)

      Liebe Grüße
      Su



      Löschen
  10. Jetzt in einem anderen Blog gesehen: G0ogle hat wohl neulich mal alle Blogs gescannt, weil es ja die FSK18-Blogs systematisch auf private schalten wollte - wahrscheinlich wurde dann auf Schweinkram gescannt. Die Privatschaltung der Blogs wurde aber inzwischen wieder zurückgenommen, weil der Aufschrei wohl doch größer war als erwartet ... jedenfalls rudert GoOgle zurück ... musst mal go0glen ... ;-D

    AntwortenLöschen