Samstag, 30. Mai 2015

3 Monate später ...

... wollte ich euch mal einen kleinen Zwischenbericht geben, wie ich denn so ganz ohne Hormonkeule zurechtkomme. Die Vorgeschichte findet ihr hier: *klick*

Schade, dass man bei Blogger keine einzelnen Beiträge privat schalten kann, denn der aktuelle wäre dafür wahrlich prädestiniert gewesen ;)
Dann müssen halt ein paar oberflächliche Infos ausreichen ... und anfangen möchte ich hiermit:


Juchuuuu! :)


Nachdem mein erster Zyklus nach der Pillenabsetzung 27 Tage dauerte, brauchte der zweite wesentlich länger und zwar ganze 51 (!) Tage (was letztlich irgendwann auch zu obigem Schwangerschaftstest führte).

Periodenschmerzen hatte ich zum Glück keine, dafür ungewohnte (= unverhältnismäßig heftige) Launen während dieser speziellen Zeiträume. Wirklich niemand war dann vor mir sicher -.-

Gewicht habe ich auch verloren. Exakt 3 kg sind inzwischen runter (2 kg davon innerhalb von 2 Wochen nach dem Absetzen) und auch die lästigen Heißhungerattacken verschwanden auffallend schnell.

Unter dem Kinn tauchten kurzfristig mal ein paar für mich eher ungewohnte Pickel auf, aber die sind inzwischen auch schon längst wieder ins Nirvana umgezogen. Will ich denen auch geraten haben! ;)

Seit der letzten Periode habe ich im Übrigen auffälligen Haarausfall (bis dahin glaubte ich noch völlig euphorisch, dass ich davon verschont worden sei ... ich naive Kuh -.-). Dank Sarah Maria weiß ich jedoch, dass dieser nur von kurzer Dauer sein wird. Ohne diese Info wäre ich wahrscheinlich schon längst durchgedreht xD
Zudem werden meine Haare momentan stärker und schneller fettig als früher.

Ansonsten bin ich meinem Empfinden nach inzwischen wesentlich fitter (ich merke die deutlich größere Leistungsfähigkeit beim Joggen), munterer und v.a. entspannter (abgesehen von den oben beschriebenen kurzen Phasen *räusper*). Habt ihr eigentlich bemerkt, dass es schon länger keine Beiträge mehr in der Blog-Sparte Aufreger der Woche gegeben hat? :)

Heilfroh bin ich auch über die seit der Pillenabsetzung nicht mehr aufgetretenen plötzlichen heftigen Wadenschmerzen (Anzeichen für eine Beinvenenthrombose). Das war übrigens damals auch der Hauptgrund für meinen relativ spontanen Pillenverzicht nach über 10 Jahren Einnahmedauer.

Insgesamt bereue ich die Entscheidung keinesfalls und kann allen derzeitigen Hormonverhütern nur eindringlich dazu raten, sich mal völlig unvoreingenommen über östrogen-, drospirenon- und desogestrelfreie Verhütungsmöglichkeiten zu informieren.

Wenn ihr noch irgendwelche Fragen oder Anmerkungen zum Thema haben solltet, dann nur immer her damit! :)

Kommentare:

  1. Wunderbar, das klingt gut :) Ich habe leider auch nach drei hormonfreien Jahren immer wieder die doofen Pickel an Rücken und Kinn. Aber naja, es gibt wohl Schlimmeres.

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    1. Falls es dich tröstet: Pickel auf dem Rücken fallen meist sowieso kaum auf (höchstens im Sommer bei Bandeau- oder Neckholdertops bzw. bei Bademode) ;)
      Das Kinn ist da schon der etwas ungeeignetere Ort für die Dinger. Bei mir war es aber GsD nur die unauffällige untere Seite des Kinns (Glück im Unglück sozusagen *g*).
      Und du hast Recht: Pickel sind nicht das Ende der Welt :)

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  2. Das freut mich, dass es so gut läuft und Dein Wohlbefinden sich steigert.
    Mir geht´s ganz gut so, wie es ist und ich will eigentlich auch nichts ändern. Würde das aber für Frauen, die (eventuell) noch Kinder bekommen möchten, auch anders sehen.

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    1. Mir ging es jahrelang auch sehr gut mit der Pille, aber als dann plötzlich sehr viele Nebenwirkungen (fast zeitgleich) auftauchten, zog ich dann doch lieber die Reißleine.
      Diese Webseite hat mich dann übrigens in meinem Entschluss nur noch bestärkt: http://www.risiko-pille.de/index.php/mythos-einzelfall.html

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  3. Die gesündere Variante ist es auf jeden Fall....und wenn die Aufreger der Vergangenheit angehören - umso besser....:-) Der Körper braucht, bis er sich umgestellt hat immer eine Weile..... Hab einen schönen Sonntag.....

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    1. Also ich rege mich durchaus noch über gewisse Dinge auf (wenn es berechtigt ist), aber der Ärger ist definitiv viel schneller wieder verflogen :)
      Dass die Umstellung ihre Zeit braucht, ist okay. Ich habe mal gelesen, dass es bis zu einem Jahr dauern kann, bis der weibliche Organismus wieder völlig beim ursprünglichen Zustand angelangt ist.
      Ich wünsche dir eine schöne Woche! :)

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  4. Zum Gesperrte-Postings-Thema: Vielleicht nen Zweitblog anlegen, der nur geladenen Gästen zur Verfügung steht?! Dann dort posten und hier nur einen Link setzen, damit man weiß, wenn dort was neues erscheint?! Machen ja einige Blogspot-Blogger so ... ;-)

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    1. Danke für den Tipp! :)
      Leider fände ich zwei parallele Blogs (zumindest momentan noch) ein kleines bisschen doof und würde mir stattdessen lieber wünschen, dass Blogger in dieser speziellen Sache mal Wordpress nacheifert *dieHoffnungstirbtzuletzt*

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  5. Ich überlege ja auch noch hin und her, ob ich die Pille absetzen soll oder nicht. Einerseits finde ich die potenziellen Risiken, denen man seinen Körper aussetzt, enorm, außerdem dazu noch der Umweltaspekt. Die Hormone bleiben ja nicht im Körper, sondern werden ausgeschieden und belasten die Umwelt. Macht vielleicht im Einzelfall nicht viel, aber in der Summe ist das wohl nicht zu vernachlässigen. Auf der anderen Seite ist es allerdings sooo bequem - man kann sich eben komplett drauf verlassen, wann man seine Tage bekommt. Und ich fürchte mich vor dem nach dem Absetzen auftretenden Hautzustand, ich habe nämlich echt schlimme Haut (also so subjektiv). Der Weisheit letzter Schluss ist also noch nicht erreicht. :)

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    1. Die Vorteile der Pille liegen ganz klar im hohen Empfängnisschutz (sehr niedriger Pearl-Index), der einfachen Anwendung (tägliche Einnahme), der teilweise leicht besseren Haut und der regelmäßigen (berechenbaren) Periode. Das sind definitiv alles sehr starke Argumente.
      Die gesundheitlichen Aspekte sollte man aber keinesfalls vernachlässigen und die können eben durchaus katastrophal sein und tödlich enden. Gerade wenn man von vielen Fällen liest, wo kerngesunde, meistens sportliche Teenager oder Twens plötzlich verstorben sind (z.B. an einer Lungenembolie oder Thrombose) und im Prinzip nur die Antibabypille dafür verantwortlich sein konnte, dann wird einem plötzlich ganz anders ... v.a. wenn man selbst schon einige dieser Symptome aufweist :(
      Den obigen, an Judy gerichteten Link würde ich mir an deiner Stelle wirklich mal (grob) durchlesen.

      P.S.: Der Umweltaspekt hatte bei meiner Entscheidung ehrlich gesagt keine Rolle gespielt. Daran hatte ich damals leider schlichtweg nicht gedacht, aber du hast schon Recht: die Menge an Hormonen im Abwassersystem dürfte tatsächlich nicht gerade unerheblich sein. Habe mal vor ein paar Jahren irgendwo gelesen, dass diese hohe Hormonkonzentration zu einer Verweiblichung von Fischen und Fröschen führt :(

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  6. Schön, das es sich einpendelt. Bei mir ist es so langsam dasselbe!
    Werde mich jetzt mal ein wenig sammeln und zusammen reißen. Dann geht es auch wieder ans Bloggen. Mir hat einfach die Lust dazu gefehlt in den letzten paar Wochen. Werde dann auch mal einen Zwischenstatus mit einem Leben ohne Hormone verlauten lassen.

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    1. Super, dass wir dahingehend ganz ähnliche (zu 90 % positive) Erfahrungen sammeln konnten :)

      Dass du in den letzten Wochen schlichtweg keine Bloggermotivation entwickelt hast, ist in Anbetracht der Umstände nur allzu verständlich. Deshalb gab's von mir diesbezüglich auch keinerlei Nachfragen oder Drängeleien, obwohl ich deine Beiträge durchaus vermisst habe.
      Freue mich auch schon sehr auf deine kommenden Posts ... und auf diesen einen bestimmten ganz besonders :)

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  7. Ich merke immer. dass ich entspannter bin, wenn ich die Dinger regelmäßig einwerfe... . Aber das ist scheinbar individuell anders. ;)

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    1. Man weiß aber, dass die Pilleneinnahme dem Körper hormonell eine Schwangerschaft vorgaukelt ... und schwangere Frauen sind nunmal häufig sehr launisch xD
      Es macht also durchaus Sinn, dass man ab ca. 2-3 Monaten nach dem Pillenstop so langsam ausgeglichener wird. Ich kann da natürlich nicht für alle sprechen, aber bei mir ist es definitiv so gewesen.
      Wann hattest du eigentlich mal zuletzt eine längere Pilleneinnahmepause (nicht für höchstens einen Monat)?

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  8. Hallo,
    ich möchte dich ermuntern, auf dem eingeschlagenen Weg fortzufahren. Ich bin 42 Jahre alt und praktiziere seit 10 Jahren NFP, ebenfalls viele meiner Freundinnen. An den unsicheren Tagen verwendet mein Mann Kondome. Richtig angewandt, ist NFP sehr sicher. Dies sieht man daran, dass ich die ganzen Jahre nicht schwanger geworden bin, obwohl ich während der gesamten Zeit sehr regelmäßig Geschlechtsverkehr hatte.
    Die Herausforderung liegt darin, den Partner zu überzeugen, an den gefährlichen Tagen Kondome zu verwenden. Für meinen Mann war das am Anfang schon eine Umstellung, aber nach ein paar Monaten ist es für ihn selbstverständlich geworden. Ich habe volles Verständnis dafür, dass die meisten Männer an den unsicheren Tagen nicht auf den Verkehr verzichten möchten ( so ist es bei meinem Mann ), sie müssen dann aber auch bereit sein, ein Kondom zu verwenden.
    Ich finde es übrigens super, dass du dieses offen Thema ansprichst, denn es ist etwas völlig Natürliches und betrifft jede Frau.
    Alles Liebe !
    Ilona

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    1. Hallo Ilona,

      ich möchte dir für deinen tollen Erfahrungsbericht danken!
      Er macht mir unheimlich Mut, auch weiterhin an der Pillenabstinenz festzuhalten :)

      Wir verhüten derzeit ebenfalls mit NFP (auch wenn es im Moment noch recht kompliziert ist aufgrund meines extrem unregelmäßigen Zyklus), weil ich inzwischen schon mehrere alarmierende Unverträglichkeits-Berichte über die Kupferspirale gelesen habe, was mich extrem verunsicherte. Eigentlich war das ja mein bevorzugter Plan B ;)
      Die Kondomanwendung an den unsicheren Tagen hat bisher zum Glück auch kein Problem dargestellt (habe dahingehend GsD einen äußerst verständnisvollen Partner). Sind ja nun auch so langsam in einem Alter, wo keinerlei Anwendungsfehler mehr auftreten (sollten) *g*

      Liebe Grüße
      Su

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  9. Hallo,
    zunächst einmal ein ganz großes Kompliment für deinen vielseitigen Blog. Ich finde es super, dass du Themen ansprichst, die andere weglassen. Ich bin Bianca und 36 Jahre alt. Seit 5 Jahren bin ich NFP-Anwenderin und sehr zufrieden. Auch ich kann bestätigen, dass NFP sicher und zuverlässig ist. In den letzten 5 Jahren bestand kein einziges Mal der Verdacht, dass ich schwanger bin, obwohl ich regelmäßig Sex hatte. Und noch ein beeindruckendes Beispiel kann ich weitergeben. Ich habe seit kurzem in meiner Firma eine neue Kollegin, die inzwischen auch eine Freundin ist. Sie ist 44 Jahre alt und seit 11 Jahren verhütet sie mit NFP. Auch sie ist in der gesamten Zeit kein einziges Mal schwanger geworden, obwohl sie sehr regelmäßig mit ihrem Mann schläft.
    Ich bin jedenfalls froh, von den Hormonen weg zu sein.
    Ganz herzliche Grüße
    Bianca

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    1. Hallo Bianca,

      ich freue mich, dass du zu meinem Blog gefunden hast und dir die Themenauswahl gefällt. Hab mich über deine lobenden Worte wirklich sehr gefreut! :)

      Es ist immer wieder schön zu lesen, wie gut die NFP-Anwenderinnen mit dieser Verhütungsmethode zurechtkommen. Jeder Erfolgsbericht gibt mir aufs Neue Mut und Vertrauen.
      Ich stehe ja noch relativ am Anfang des Ganzen und merke halt auch, dass noch nicht all meine Auswertungen zu eindeutigen Ergebnissen führen, aber hier werden wohl die Erfahrungswerte mit der Zeit zu einem nicht unerheblichen Sicherheitsfaktor werden.
      5 und 11 Jahre sind definitiv äußerst beeindruckende Zeiträume, in denen man den eigenen Zyklus wahrscheinlich sehr gut kennenlernt.

      Auf jeden Fall genieße ich derzeit die Abstinenz von künstlichen Hormonen und die frisch wiedergewonnene Lebensqualität. Man ahnt ja (aufgrund der fehlenden Aufklärungsbereitschaft vieler Frauenärzte) oftmals jahrelang nicht, wie extrem diese hormonellen Eingriffe in den Körper teilweise sind (nicht nur physischer, sondern eben auch psychischer Natur).

      Herzliche Grüße zurück zu dir und hab vielen Dank für deinen tollen, mich in meiner Entscheidung bestärkenden Beitrag! :)
      Su

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  10. Hi,
    ich lese seit kurzem deinen Blog möchte dir zu den vielen sehr guten und gehaltvollen Posts gratulieren. Ich finde es super, dass du das Thema Verhütung ansprichst, das praktisch jede Frau betrifft und dabei die hormonelle Verhütung einer kritischen Betrachtung unterziehst.
    Ich bin 19 Jahre alt und habe im Herbst angefangen zu studieren. Die Pille nehme ich seit 2 Jahren und habe keine Beschwerden oder Nebenwirkungen. Ich benütze bewusst eine sehr niedrig dosierte Pille und werde diese wohl weiter nehmen, da ich sie sehr gut vertrage. Allerdings weiß ich auch, dass es nicht gesund ist, ständig Hormone zuzuführen. Schlimm finde ich, wenn ganz junge Mädels die Pille als Lifestylemedikament nehmen, um eine bessere Haut zu bekommen. Ich selbst habe dies bewusst nicht gemacht, sondern die Pille erst genommen, als ich mit 17 mit meinem Freund zusammenkam und dann verhüten musste. Auch erhält man oft von seinem Umfeld keine Unterstützung bei der Überlegung nach Alternativen. Also ich weiß nicht wie das euch war, aber bei uns haben ausnahmslos alle Mädels in der Kursstufe vor dem Abitur die Pille genommen. Da fühlt man sich dann in guter Gesellschaft, da ich auch von frauenärztlicher Seite keine Alternative genannt bekam. Schließlich kommt hinzu, dass meine Mum - sie ist 46 Jahre alt - selbst noch die Pille nimmt und diese bis zur Menopause weiternehmen möchte. Ihre Pille ist sogar etwas stärker dosiert als meine. Sie sieht nur die Vorteile und hat diese mir gegenüber offen genannt: Eine gute Haut, keine Regelbeschwerden und der sichere Schutz, wenn sie mit meinem Dad Verkehr hat. Die Risiken sieht sie nicht. So bin ich dir dankbar, dass du diesen wichtigen Denkanstoß gibt. Ich werde mich mal zu dieser Thematik bei meinen Kommolitoninnen umhören und das Ergebnis hier mitteilen.
    Küsschen
    Katrin

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    1. Hallo Katrin,

      erstmal vielen Dank für deinen umfangreichen Kommentar und auch das darin enthaltene Blog-Lob! :)

      Dass du bisher keine Beschwerden oder Nebenwirkungen von der Pille hast, freut mich sehr, aber das war bei mir in deinem Alter ehrlich auch noch nicht anders (meine Beschwerden waren/ sind eher schleichend eingetretene Langzeitsymptome). Die jungen Frauen, die ganz plötzlich an einer Lungenembolie sterben, sind übrigens in 90% der Fälle körperlich fitte Nichtraucherinnen (siehe Link in einem der vorangegangenen Kommentare). Ihnen ging es an einem Tag noch gut und am nächsten brachen sie plötzlich zusammen :(

      Ich freue mich aber zu lesen, dass du zumindest kein Pillenprodukt der neueren Generation einnimmst, sondern eine extrem niedrig dosierte Antibabypille. Damit hast du dein persönliches Thrombose- und Lungenembolierisiko auf jeden Fall schon mal ein bisschen reduziert :)

      Die Pille als Lifestylemedikament sehe ich auch extrem kritisch. Bin wohl etwas naiv und hoffe daher noch inständig, dass der Gesetzgeber dieser Art von Werbung bald einen Riegel vorschieben wird.
      Ich selbst hab mit der Pilleneinnahme als 16-jährige begonnen und sie dann mit 17 wieder abgesetzt, nachdem ich nicht mehr mit meinem damaligen Freund zusammen war. Hab sie mir dann erst wieder mit 18 geholt, weil die Menstruationsschmerzen kaum auszuhalten waren. Mit Pille waren sie dann tatsächlich auch sofort wieder verschwunden. Seltsam, oder?

      Die Frauenärzte sollte man bei seinen Verhütungsüberlegungen übrigens am besten komplett ausklammern. Ich war bei drei verschiedenen und hatte wirklich in allen Fällen das Gefühl, mit einem Pharmavertreter und nicht mit meiner Ärztin zu sprechen. Du solltest bedenken, dass sie für die Vermittlung bestimmter Präparate durchaus auch Provisionen vom Hersteller bekommen. Wenn man das im Hinterkopf behält, kann man deren Ausführungen für einen selbst auch ganz anders gewichten.

      Wenn ich damals die Dinge gewusst hätte, die ich heute weiß, hätte ich niemals mit der Pilleneinnahme begonnen! Auch ich fühlte mich als Teenager durch mein Umfeld dazu motiviert, hormonell zu verhüten und meine Frauenärztin hat mich in diesem Wunsch nur noch bestärkt. Von Alternativen war absolut keine Rede :(

      Gegen die NFP spricht allerdings, dass sie gerade in den ersten Monaten nach der Absetzung noch recht unzuverlässig ist und daher von der Anwenderin ordentlich viel Disziplin abverlangt (mindestens in den ersten drei Zyklen konsequent Kondome verwenden, um nichts zu riskieren). Der Körper muss sich halt erstmal wieder einpendeln und man selbst braucht ja auch noch ein bisschen Zeit und Routine, um den eigenen Zyklus besser kennenzulernen. Die Zervixschleimauswertung hatte ich auch nicht auf Anhieb verinnerlicht. Mittlerweile aber schon. Mein Zyklus funktioniert inzw. wie ein Uhrwerk und ich kann anhand des Schleims wirklich exakt den Tag meines Eisprungs bestimmen und dadurch auch den Menstruationsbeginn (ist bei mir wirklich immer 12-13 Tage danach). 24 Stunden nach dem Eisprung lassen wir die Verhütung dann komplett weg und brauchen uns keine Gedanken mehr darum zu machen (zumindest bis zur nächsten Menstruation), was wirklich klasse ist. Nur in der Zeit bis zum ES benutzen wir ein Kondom, aber das ist auch okay für uns. Reine Gewöhnungssache (und in den ersten Tagen davon hat man ja sowieso noch recht stark seine Periode) ;)
      Der Zyklus verlängert sich bei mir lediglich dann mal, wenn ich unter großem Stress stand oder erkrankt war. Dann verschiebt sich der ES etwas nach hinten - zumindest gemäß meiner bisherigen Beobachtungen :)

      Bin neugierig, was deine Kommilitoninnen zu dem Thema zu sagen haben, aber ich vermute mal, dass die meisten NFP-Anwenderinnen eher Ü30 sind.
      Freue mich auf jeden Fall auf ein Update von dir! :)

      Liebe Grüße
      Su

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