Montag, 27. Juli 2015

Filmkritik: Ted 2

Obwohl ich bekanntermaßen kein großer Freund von Romanzen und Komödien im Kino bin, weil mir dort der Mehrwert zum heimischen Filmgenuss schlichtweg fehlt, haben wir für ein lebendiges Plüschtier mit schlechten Manieren letzten Samstag eine Ausnahme gemacht und uns fast drei Jahre nach dem Vorgänger Ted 2 angeschaut.




HANDLUNG:

Der zum Leben erwachte Teddybär Ted hat seine Freundin Tami-Lynn (Jessica Barth) geheiratet und ungefähr ein Jahr später kommt es bereits zu einer handfesten Ehekrise. Daraufhin beschließen die beiden, ein Baby zu bekommen, weil es genau das zu sein scheint, was ihrer Beziehung fehlt.
Da Ted jedoch aus offensichtlichen Gründen nicht fortpflanzungsfähig ist, bietet sich nach einigen skurrilen Umwegen sein bester Freund John (Mark Wahlberg) als Samenspender an. Leider erweist sich Tami-Lynn aufgrund ihres jahrelangen Drogenkonsums als unfruchtbar, sodass sie sich gemeinsam mit ihrem angetrauten Kuscheltier letztlich für eine Adoption entschließt.

Durch diesen Antrag werden jedoch die Behörden auf Ted aufmerksam und entziehen ihm sämtliche Rechte, wodurch er Mitgliedschaften, Konten und seinen Job verliert. Auch seine Ehe wird annuliert, weil er vor dem Gesetz als Sache und nicht als Mensch gilt.

Daraufhin holt sich Ted rechtlichen Beistand von der kiffenden Anwältin Samatha Leslie Jackson (Amanda Seyfried) die gerade erst ihr Studium abgeschlossen hat und den Fall des arbeitslosen Kuscheltiers pro bono übernimmt, um Erfahrungen zu sammeln. Gemeinsam kämpfen sie vor Gericht darum, dass Ted als Mensch anerkannt wird...




FAZIT:

In meinen Augen hat man mit Ted 2 eine würdige Fortsetzung geschaffen.

Beim durchweg überzeugenden Cast gab es nur ein paar geringfügige Änderungen, denn Mark Wahlberg, Jessica Barth, Sam J. Jones und auch Giovanni Ribsi sind neben dem animierten Teddybären wieder mit von der Partie. Einzig den weiblichen Hauptcharakter hat man ausgetauscht: anstelle von Mila Kunis, deren eher ernsthafte Rolle Lori sich von John hat scheiden lassen, verdreht nun Amanda Seyfried dem männlichen Hauptdarsteller den Kopf. Dies stellte eine meiner Meinung nach für die Geschichte durchaus notwendige Änderung dar und auch charakterlich passt die Neue wesentlich besser zu John ;)

Insgesamt ist es ein wirklich extrem lustiger Film (zumindest trifft er meinen persönlichen Humor ziemlich gut), der jedem Fan vom ersten Teil gefallen dürfte. Ohne die Vorgeschichte zu kennen, könnte es möglicherweise ein bisschen schwierig werden, Crazy Donnys Aktionen zu verstehen. Allerdings entspringen fast alle lustigen Situationen und Sprüche (bei einem davon stichelt man sogar gegen die Serie Downton Abbey ... Riesenschweinerei! *g*) der aktuellen Handlung und bedürfen somit keines Vorwissens.
Es ist meiner Meinung nach auf jeden Fall ein sehenswerter Film, insofern man mit dieser speziellen Art von Humor etwas anfangen kann :)




Den dazugehörigen Trailer findet ihr übrigens hier: *klick*



Kommentare:

  1. Ähnlich wie bei Hangover war ich schon vom ersten Teil weniger begeistert, als die meisten anderen Leutchen, aber sobald es ihn bei iTunes gibt, werden wir ihn bestimmt gucken.

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    1. Den ersten Teil von 'Hangover' fand ich tatsächlich noch richtig gut, der zweite war hingegen ein fader Aufguss der Originalhandlung (meine Kritik: http://blogworld-of-tira-mi-su.blogspot.de/2011/06/filmkritik-hangover-2.html).

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  2. Oh oh, über diesen Film hab ich mich mündlich schon so dermaßen aufgeregt, dass ich das schriftlich gar nicht wiederholen kann. Genau wie man schriftlich gar nicht wiedergeben kann, worum es bei diesem Humor nur geht. Meine Freundinnen und ich waren fassungslos, dass anscheinend sehr viele Leute sowas gut finden. Ich habe zum Glück im Kino dann etwas Schlaf nachgeholt. Hätte ich es natürlich zuhause schöner gehabt. Und billiger. :-)
    Ich frage mich, wie wohl der erste Teil war (P16)...

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    1. Und ich wundere mich, dass sich so viele gute Schauspieler für sowas hergeben.

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    2. Ich hätte dir bereits im Vorfeld sagen können, dass der Film nichts für dich ist. Im Zweifelsfall würde ich an deiner Stelle - so wie wir es immer handhaben - stets den entsprechenden Trailer vorm geplanten Kinobesuch anschauen und daraufhin entscheiden. Die kurzen Einblicke sind schließlich fast immer recht aussagekraftig (der von 'Ted 2' gehört meiner Meinung nach dazu). Schade um das rausgeschmissene Geld in deinem Fall, aber vermeidbar wäre es durchaus gewesen.

      Abschließend lässt sich mal wieder festhalten, dass Geschmäcker durchaus sehr unterschiedlich sein können ;)

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