Dienstag, 11. August 2015

Aufreger der Woche: Verzögerungen

Und da sind sie auch schon wieder ... meine kleinen Aufreger :)

Momentan treten gleich bei vier georderten Dingen enorme Lieferverzögerungen auf. Zum einen gibt es drei Prämien der Love-Brands-Sammelaktion vom großen Schokoladenhersteller (bei einem Sammelheft musste ich bisher sogar den Einwurf-Einschreiben-Nachweis per E-Mail vorlegen; da es zwar bereits Anfang Juni versendet wurde, jedoch angeblich nie eingetroffen sei), die wahrscheinlich erst in sechs Wochen (oder sogar noch später) verschickt werden und zum anderen geht es um eine Bestellung, die ich am 2. Juli netterweise für den Liebsten getätigt habe (er hat bei dem Anbieter im Gegensatz zu mir keinen Account) und die laut ursprünglicher Lieferankündigung bereits am 9. Juli eintreffen sollte. Eigentlich.

Da Vorfreude allgemeinhin die schönste Freude ist, hat sich der Anbieter offenbar überlegt, uns ganz besonders lange dieses tolle Gefühl zu vermitteln. Ungefähr fünf Tage nach meiner Bestellung war der Artikel dann plötzlich ausverkauft - offenbar auch beim Originalhändler/ Lieferanten - und überall schossen plötzlich die Preise dafür gen Himmel. Logisch, dass ich daher auf Vertragserfüllung poche ;)

Meine zweite (die erste verschickte ich am 10.07.15; damals wurde mir versichert, dass der Artikel vergriffen sei, man sich bei Verfügbarkeit sofort wieder bei mir melden würde und ich mich zunächst etwas gedulden solle) vorsichtig formulierte Nachfrage hinsichtlich des Verbleibs der Ware (ich fragte u.a., ob ich zumindest in diesem Jahr voraussichtlich noch mit dem Erhalt des Kaufgegenstands würde rechnen können) führte zu dieser eloquenten Rückmeldung:




Eine Retournierung der Bestellung bleibt also aus. Aha. -.-
Würde ich diese Ausführungen im Zusammenhang wortwörtlich nehmen, bekäme ich aufgrund der Widersprüche mächtig Kopfschmerzen.

Folglich hakte ich dann nochmal nach, was mit dieser seltsamen Formulierung gemeint sei und bekräftigte erneut, dass ich einer Retournierung keinesfalls zustimmen werde, da mich diese rechtlich gesehen schlechter stellen würde. Zudem wies ich noch auf das bestehende vorvertragliche Schuldverhältnis (c.i.c.) und damit einhergehende mögliche Schadensersatzansprüche meinerseits hin, falls ich mich aufgrund der Nichtlieferung gezwungen sehen sollte, den Artikel bei einem Drittanbieter für wesentlich mehr Geld (der Preis liegt mittlerweile zw. 180 € und 217 €; sind offenbar Restbestände) zu kaufen.
 


Ich erhielt dann zu meiner großen Verwunderung exakt die gleiche Nachricht wie zuvor (mit identischen Formulierungen und Fehlern) nochmal, sodass ich das Ganze erneut und mittlerweile leicht genervt über das Kontaktformular an den weltweit agierenden Händler schickte. Im Anschluss erreichte mich dann diese Antwort aus Fernost (achtet mal auf die Uhrzeit *g*):




Ich gebe meinen kleinen Kampf gegen diese unbeirrbaren Kundendienst-Windmühlen vorerst auf und schaue in 14 Tagen (immerhin werden dann bereits mehr als sieben Wochen seit dem Bestellzeitpunkt verstrichen sein) nochmal, was wir am besten unternehmen sollten.
Die können ja schließlich nicht ernsthaft erwarten, dass ich monate- oder gar jahrelang umsonst auf Ware warte, die schon längst nirgendwo mehr produziert wird und andernorts zwischenzeitlich im Preis immer höher klettert.

Habt ihr Derartiges auch schon mal erlebt?
Falls ja: wie ist es ausgegangen? 

Kommentare:

  1. Oh nein, wie ärgerlich :/// Ich hasse sowas.
    Kann A*azon da nichts machen? (Das eine Bild sieht so aus, als hättest du dort bestellt ;)) Ich dachte immer, die können ihre Händler unter Druck setzen, wenn es nötig tut ...

    Sowas ist mir zum Glück noch nicht passiert. Dafür wurde ich mal Opfer eines betrügerischen Onlineshops -.- Das war sehr ärgerlich und hat sich aufgrund einer Anzeige, die ich damals aufgab, noch monatelang hingezogen ... Das war auch mega ätzend :(

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    1. Ich will an dieser Stelle aus rechtlichen Gründen lieber nicht zu viel verraten, aber eines möchte ich trotzdem klarstellen: ich habe bei keinem Unterhändler bestellt ;)

      Mein Onkel hat auch mal negative Erfahrungen mit einem Onlineshop machen müssen, als er nach der Bezahlung für eine neue Waschmaschine die Ware nicht erhielt. Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht, wie das Ganze nach dem Erstatten der Anzeige ausgegangen ist. Dahingehend müsste ich eigentlich neugierigerweise mal nachhaken.
      Hat deine Betrugsgeschichte damals eine positive Wendung genommen? Um welchen Geldbetrag ging es bei dir eigentlich?

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    2. Oha, dann hoffe ich, dass sich die Sache zu euren Gunsten klärt.

      Bei mir ging es damals um 120€. Da es schon mehrere Anzeigen gab, kam es sogar zum Gerichtsverfahren, das in Süddeutschland stattfinden sollte. Ich war sogar als Zeugin geladen, was ich anhand der beträchtlichen Menge an Anzeigen ziemlich daneben fand. Ich wohne ja im hohen Norden, und es war damals nicht so einfach, mal eben runterzufahren (vor allem aus beruflichen Gründen - gerade den 1. Job nach dem Studium angefangen und ein anstehender Umzug...). Es war ziemlich viel Aufwand nötig, um sich dem zu entziehen; 2 Tage vor dem Termin hat mich das Gericht dann sogar wieder ausgeladen -.- Von der ganzen Sache war ich irgendwann so genervt, dass mir sämtliche Erstattungen egal waren (die es laut Polizei wohl sowieso nicht gegeben hätte).

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    3. Man unterscheidet ja allgemeinhin zwischen straf- und zivilrechlichen Prozessen und wenn es vorm Strafgericht zu keinem sog. Täter-Opfer-Ausgleich kommt, muss man seine Ansprüche vor einem Zivilgericht (je nach Klagehöhe und konkretem Anliegen entweder vorm Amts- oder Landgericht) geltend machen. Mit einem Urteil bei diesem Gericht erwirkt man einen vollstreckbaren Titel und kann damit auch noch Jahre später sein Geld mit Hilfe eines Gerichtsvollziehers einfordern (z.B. per Kontopfändung).

      Schade, dass es bei dir kein Happy End gab (120,- € sind ja auch nicht gerade ein Pappenstiel), aber offenbar wurde der Täter zumindest rechtskräftig verurteilt, wenn ich das Ganze richtig beurteile.
      Solche Erfahrungen machen einen zumeist klüger und in gewisser Hinsicht auch etwas vorsichtiger.

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  2. Das ist ja blöd... Mir fällt eigentlich gerade so ein Reinfall nicht ein. Bis auf eine Stofflieferung vor ein paar Jahren, die ewig dauerte. Aber dieser Stoffeversand hat sich inzwischen enorm verbessert.

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    1. Eine derart lange Lieferzeit (von inzw. 1,5 Monaten) habe ich bisher noch nie erlebt. Ich könnte hier aber durchaus auch mit 4 Monaten leben, wenn ich nur ganz sicher wüsste, dass ich den Artikel dann auch tatsächlich für den (vergleichsweise niedrigen) Preis erhalten werde. Es ist also eher diese schreckliche Ungewissheit, die mich in diesem speziellen Fall so extrem nervt :)

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