Donnerstag, 14. Juli 2016

Filmkritik: Independence Day - Wiederkehr (3D)

Die bösen Aliens befolgen ganz offensichtlich einen strikten Zeitplan und so kommt es, dass wir uns ziemlich exakt 20 Jahre nach dem fehlgeschlagenen, aber doch recht verheerenden Angriff einem erneuten Invasionsversuch gegenübersehen - natürlich (vorerst) nur im Kino ;)
Ob der Streifen bei mir punkten konnte oder nicht, erfahrt ihr weiter unten.




HANDLUNG:

Der Sieg der Menschheit über die feindlichen Alien-Invasoren im Jahr 1996 sorgte nur für eine trügerische Sicherheit, denn es bestand naheliegenderweise die Befürchtung, dass die gruseligen Wesen aus dem Weltraum zurückkehren könnten.
In der Zwischenzeit gab es auf der Erde einen Quantensprung in der technologischen Entwicklung durch Verwendung der erbeuteten außerirdischen Waffen und Fluggeräte. David Levinson (Jeff Goldblum) hat zudem ein planetares Verteidigungssystem entwickelt, das teilweise auch auf dem Mond stationiert ist.

Es kommt, wie es kommen muss: im Kalender der Außerirdischen war der 4. Juli mal wieder rot eingekreist und so wird der amerikanische inzwischen globale Unabhängigkeitsag erneut effektvoll mit ordentlich Zerstörungswut gefeiert. 

Ein dritter Teil erscheint mir im Übrigen sehr wahrscheinlich ;)


David Levinson ahnt nichts Gutes ... zu Recht!


(über 160x) größer = furchteinflößender!?


Ex-Präsident Whitmore (Bill Pullman) hat eine telepathische Verbindung zu den Aliens


FAZIT:

Ich habe so langsam genug von diesen seelenlosen Fortsetzungen einstiger Kultblockbuster! :(

Keine Ahnung, ob es nur an mir liegt, aber ich hab zu fast überhaupt keinen Filmfiguren eine Verbindung aufbauen können, sodass es mir am Ende fast schon gleichgültig war, wer stirbt und wer den Angriff möglicherweise überlebt (ich muss es leider zugeben: Will Smith fehlte hier durchaus!). Einzig mit dem von Jeff Goldblum gespielten Hauptcharakter und vielleicht noch mit dessen Filmvater habe ich hin und wieder etwas mitgefiebert. Das könnten aber auch durchaus noch die Nachwehen vom einen Tag zuvor auf DVD geschauten ersten Teil gewesen sein -.-
Beim Casting der Nachwuchsdarsteller hätte man womöglich mehr auf das schauspielerische Können als auf die Optik Wert legen sollen, auch wenn ich hier dem schwachen Drehbuch ganz klar eine große Mitschuld an den blassen Figuren geben muss.
Extrem furchtbar fand ich auch die offensichtlich aufgespritzten Lippen eines sehr jungen Mädchens :O   Dass Hollywood krank ist, weiß man ja, aber hierbei kann ich echt nur noch mit dem Kopf schütteln.

Von der Story her hat man im Prinzip den ersten Teil neu aufgekocht und sich - vielleicht aufgrund fehlender eigener Ideen - zusätzlich noch ein bisschen von der bekannten Alien-Quadrologie inspirieren lassen.
Es ist unstreitig ein optisch wirklich beeindruckend inszenierter Weltuntergangsfilm vom 'Master of Desaster' mit der gewohnt riesigen Portion Action ... aber wenn man es nicht schafft, den handelnden Figuren Leben einzuhauchen, dann kommt dabei halt leider nur ein leicht über dem Mittelmaß liegender Streifen raus, der einen zwar insgesamt recht gut unterhält (sogar teilweise ganz witzig ist), allerdings keinesfalls lange im Gedächtnis bleibt. Zumindest nicht in meinem.
Das gleiche Problem hatte ich bereits bei Jurassic World (*klick*) - vielleicht liegt's ja wirklich an meinen vorab zu hoch gesteckten Erwartungen?!? Hm...

Wie fandet ihr Independence Day 2, falls ihr ihn überhaupt schon gesehen haben solltet?


Präsidentin Lanford (Sela Ward)


Alles Gute kommt von oben. Ähh ... nein! xD


wieder mit von der Partie: der kauzige Julius Levinson (Judd Hirsch)


Den dazugehörigen Trailer möchte ich euch natürlich nicht vorenthalten. Tadaaa: *klick*


Will Smiths Film-Stiefsohn ist groß geworden: Dylan Dubrow-Hiller (Jessie Usher)


Was für eine Zerstörungswut!
P.S: Wollten die Aliens nicht ursprünglich unsere Ressourcen haben? Echt clever -.-


also mein Fall ist Liam Hemsworth jetzt nicht unbedingt,
aber bei der (Ex-)Präsidentochter kommt er echt gut an


Auf unseren nächsten Kinofilm haben wir uns übrigens vor Ort auch schon festgelegt (wäre vielleicht sogar was fürs Autokino bei gutem Wetter):



Kommentare:

  1. Ich hatte ja für heute Karten reserviert, eigentlich als Überraschung für Marc. Da er aber noch einen anderen Termin hatte, hab ich ihn von der "Überraschung" erzählen müssen und er hat schnell gesagt, dass er den Film keinstenfalls im Kino sehen will, weil die Kritiken so schlecht gewesen seien, dass er kein Geld dafür "verschwenden" will. Schätze wir werden ihn irgendwann mal ausleihen.

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    1. Da hab ich ja Glück, dass meine bessere Hälfte einen ähnlichen Filmgeschmack wie ich hat und den Streifen auch unbedingt sehen wollte. Ich selbst hab mich im Vorfeld von keinen Kritiken beeinflussen lassen (die wurden gar nicht erst gelesen), weil ich mir man liebsten ein eigenes Bild von Filmen mache.
      Ich geb's zu: Notfalls wäre ich auch alleine reingegangen ;)
      Einen positiven Aspekt hatte ich in meiner Kritik übrigens vergessen zu erwähnen und zwar den 3D-Look. Der kam besonders bei den Zerstörungsszenen extrem gut :)

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  2. Die (computer-)technischen Höchstleistungen, das perfekte Aussehen und 3D-Technik tun dem Kino nicht gut.
    Denn anscheinend ist dann kein Geld mehr in der Kasse, um einen ordentlichen Plot zu entwerfen.
    Merkwürdig, dass es Filme gibt, die technisch eher B-Qualität haben, aber noch immer gut besucht werden, wenn sie mal wieder im Kino laufen.
    Ein gutes Drehbuch, "richtige" Menschen, die schauspielern, eingängige Musik - das sind die Erfolgsrezepte der Vergangenheit. Ob die auch heute noch funktionieren würden?
    Stattdessen gibt es nach einem Erfolg einen zweiten Aufguss, einen dritten, einen vierten und schließelich noch drei Kopien.
    Wer würde seinen Kaffeefilter fünfmal benutzen, nur weil beim ersten Mal der Kaffee so gut geschmeckt hat?

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    1. Ein anderes bildgewaltiges (= effektgeladenes) Weltuntergangsszenario von Emmerich ist ja der Film '2012' und ich muss sagen, dass ich ihn wesentlich packender finde.
      Es lohnt sich halt durchaus, den Fokus auf die handelnden Figuren zu legen (auch wenn der Streifen natürlich trotzdem nicht oscarwürdig ist).

      Die vielen Aufgüsse würden mich nicht stören, wenn der Plot und die Figuren überzeugen (Gibt es denn wirklich keine guten Drehbuchautoren mehr?). Bei 'Terminator 2' ist es sogar gelungen, das Original deutlich zu übertrumpfen. Kommt zugegebenermaßen nur selten vor, ist aber ganz offensichtlich möglich und lässt (mich) hoffen :)

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