Freitag, 29. Juli 2016

Filmkritik: Star Trek - Beyond (3D)

Diesen Mittwoch hat es zum Glück mit einem Kinobesuch des neuesten Streifens aus der Star-Trek-Reihe geklappt. Wir waren absolut selig ... bis wir die geistigen Ergüsse der Trulla direkt hinter uns ertragen mussten -.-
Da fielen an ihre männliche Begleitung gerichtet lautstark Sätze wie ''Was sind das nur für Idioten, die im Kino unbedingt ein Eis essen müssen?!?'' direkt nachdem die Dame mit den Tiefkühl-Leckereien grad den Kinosaal betreten hat. Der tMdW und ich schauten uns daraufhin einander an und diese Blicke sagten alles. Er wollte, genau wie ich, auf jeden Fall noch ein Eis ordern - jetzt erst recht! xD
Leider war die Eisfrau plötzlich verschwunden und wir guckten in die Röhre. Damn!
Beim Abspann tönte es dann auch schon wieder hinter uns in einer deutlich vernehmbaren Lautstärke ''Wär doch absolut dämlich, hier bis zum Schluss sitzen zu bleiben. Ist ja schließlich kein Avenger-Film.'' während wir und etliche andere Kinobesucher noch seelenruhig in den Sitzen lungerten und keinerlei Anstalten machten, aufzubrechen.
In derartigen Momenten wünsche ich mir sehnlichst Jigsaw herbei, der mit solch speziellen Personen mal ein nettes Spiel spielt ^.^




HANDLUNG:

Drei der fünf Jahre ihrer Weltraum-Erforschungs-Mission sind vorüber und Captain Kirk (Chris Pine) scheint in einer tiefen Sinnkrise (Eine echte Midlife-Crisis kann's ja eigentlich noch nicht wirklich sein, oder?) zu stecken. Nur seinem besten Freund Pille (Karl-Heinz Urban) vertraut er sich an und plant insgeheim, die Enterprise zu verlassen, um die Karriereleiter weiter aufzusteigen.

Zu einer spontanen Rettungsmission aufgebrochen, gerät das Raumschiff schließlich in einen Hinterhalt, wird extrem stark beschädigt und stürzt schließlich auf einem fremden Planeten ab. Fast alle Crewmitglieder können in Rettungskapseln flüchten, werden dann jedoch von Krall (Idris Elba) und seinen Gefolgsleuten gefangen genommen. Captain Kirk und ein paar andere entgehen dem nur knapp und versuchen fortan mit Unterstützung durch die Eingeborene Jaylah (Sofia Boutella), die restliche Besatzung aus den Fängen des Feindes zu befreien.


Dreamteam:
Dr. Leonard ''Pille'' McCoy, Captain Kirk und Commander Spock


Jaylah


FAZIT:

Der Film macht Spaß ... und zwar so richtig! :)
Nachdem Into Darkness im Vergleich zum ersten Teil der Star-Trek-Neuauflage merklich abgefallen war, hebt der aktuelle Streifen das Niveau wieder deutlich an.
Beyond ist gewohnt actionreich, hat allerdings auch von der Handlung und den Dialogen her ein recht gutes Drehbuch als Grundlage erhalten. Klar gibt's hier und da mal kleinere Schwächen, aber insgesamt ist der Film durchaus überzeugend und v.a. lustig geworden, was wahrscheinlich dem Drehbuchautor (1 von insges. 5) und zugleich Scotty-Darsteller Simon Pegg zu verdanken sein dürfte.

Der Cast ist weitestgehend identisch geblieben und spielt wie gewohnt super. Es ist schade, dass Leonard Nimoy aufgrund seines Todes nicht mehr in die Rolle des Botschafters Spock schlüpfen konnte, aber ich finde, dass man das ziemlich gut mit in den Plot eingebaut hat. Damit sind nun jedoch sämtliche Brücken zur ursprünglichen Reihe abgerissen worden, was ein bisschen Nostalgie kostet. Diese soll jedoch durch das Einfügen eines älteren Raumschiffmodells wieder belebt werden :)

Der kultige Pavel Chekov wird im nächsten Teil wohl auch nicht mehr zu sehen sein, weil dessen junger Darsteller Anton Yelchin einen Monat vor Kinostart bei einem tragischen Unfall viel zu früh ums Leben gekommen ist. Für ihn gibt es im Abspann (genauso wie für Nimoy) eine kurze Widmung.

Das Gerücht, im nächsten Teil könnte Captain Kirks Vater (Chris Hemsworth) wieder mitspielen, hält sich derzeit hartnäckig. Also wenn die Drehbuchautoren das halbwegs glaubwürdig gebacken bekommen sollten, werde ich mich ganz tief vor ihnen verneigen. Wir erinnern uns: George Kirk raste in seiner letzten Einstellung mit der U.S.S. Kelvin kamikazemäßig auf das feindliche romulanische Raumschiff zu und explodierte dann schließlich in einem beeindruckenden Feuersturm beim Aufprall.
Falls er das Ganze irgendwie überlebt haben sollte (hat sich vielleicht im Vorfeld Tipps vom Raucher aus Akte X geholt -.-) würde sich als nächstes die Frage nach dem ausgebliebenen Alterungsprozess stellen. James T. war zum damaligen Zeitpunkt ein frisch geborener Säugling und ist nun Mitte 30. Sein Vater müsste demnach um die 70 sein und ich bezweifle, dass man einen jungen Schauspieler von den Maskenbildnern aufwendig künstlich altern lassen würde, wenn man die Rolle auch direkt neu mit einem Opi besetzen könnte.
Einzig plausible Optionen wären demnach 1. Halluzinationen, in denen der kaum gealterte Vater vielleicht eine Rolle spielen könnte (sowas würde mir jedoch überhaupt nicht gefallen) oder 2. eine Zeitreise der aktuellen Enterprise in die Vergangenheit (dass das durchaus funktionieren könnte, zeigt der erste Teil der Neuauflage und einer der ganz alten Filme hatte diese Thematik auch schon mal aufgegriffen).
Ich bin schon mächtig gespannt! :)


cooles Retro-Raumschiff der Sternenflotte


nach Khan folgt Krall als Bösewicht


Das hier ist einer der drei Trailer (der mit der geilsten Musik und zwar Sabotage von den Beastie Boys): *klick*

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