Montag, 15. August 2016

Miralia gibt (sich) auf

Das Einhornland wird es nur noch bis zum 30. September 2016 geben.




Fast genau vor einem Jahr ging die bunte Verkaufsplattform für Second Hand Kleidung online und nun kapituliert sie - ein Stück weit nachvollziehbar - vor der übermächtigen Konkurrenz:


offizielle Miralia-Erklärung vom 12.08.16
=> zum Vergrößern einfach anklicken


Hier nochmal der erwähnte Hauptgrund für den Todesstoß (zufälligerweise erfolgte die Bekanntgabe der partiellen Gebührenpflichtabkehr exakt am Jubiläumstag von Miralia, also dem einjährigen Bestehen der Konkurrenzseite):


offizielles KK-Statement vom 10. August 2016


Tja ... was soll man davon halten?!?
Einerseits finde ich es gut, dass der Marktführer seine Nutzer und deren monatelangen Proteste im Forum (nebst massenhafter Katalog- und Profillöschungen) ENDLICH mal berücksichtigt hat (zwei ältere Beiträge von mir zur Thematik: *klick* und *klick*), aber andererseits ist das Vertrauen in die Webseite - zumindest bei mir - extrem zerrüttet. Wie ernst kann man einen Anbieter überhaupt noch nehmen, der eine Änderung bekannt gibt und kurz darauf wieder komplett zurück rudert ... inklusive anscheinend fast schon monatlich wechselnder AGB aufgrund von ständigen Verschlimmbesserungen Neuerungen.

Dass man zudem wohl bald ganze 2 € pro Pushvorgang zahlen muss und es eine Zwei-Klassen-Gesellschaft (kostenpflichtige Clubmitgliedschaft vs. Normaluser) beim Support gibt, schreckt mich ehrlich gesagt auch ab.

Ich werde also vorerst lediglich beim Kleiderkorb bleiben und die Entwicklungen auf Kleiderkreisel zunächst vorsichtig aus der Ferne betrachten. Irgendwie ist da im letzten Jahr echt zu viel kaputt gegangen und den Umgang mit kritischen Stimmen fand ich auch unter aller Sau. Die User-Sperrungen von teilweise 200 (!) Jahren sollten die litauischen Seitenbetreiber in dieser Konsequenz mal lieber bei den Pimmelheinis und Plagiatsanbietern durchsetzen, aber was weiß ich schon... ;)

Werdet ihr zu Kleiderkreisel zurückkehren?

Kommentare:

  1. Ich hab da gar keine Erfahrungen. Hätte auch selten was zu verkaufen, da lohnt sich der Aufwand nicht, sich überhaupt damit zu beschäftigen.
    Und die jüngere Tochter hatte mal ein paar Teile verkauft und recht schnell eine schlechte Erfahrung gemacht (die Käuferin einer Kette behauptete, der Anhänger sei nicht dabei gewesen - ich vermute, ein fauler Trick, um den Preis zu drücken, denn hundertprozentig war der Anhänger dran). So hatte sie auch direkt die Nase voll. So einen Ärger braucht man nicht.

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    1. Also bei mir fallen - v.a. in letzter Zeit - definitiv recht viele Klamotten zum Verkaufen an.
      Da lohnt es sich auf jeden Fall, wenn man sie irgendwo kostenlos inserieren kann.

      eBay nimmt leider 10% Verkaufsprovision (neuerdings ja wieder ohne eine zusätzliche Berechnung auf Verpackung und Versand) und dort gehen die Teile ja eher für 1-2 Euro weg, wenn es nicht gerade eine High-End-Marke ist.

      Miralia hatte (noch) nicht die notwendige Reichweite bei gerade einmal 5500 Usern, Kleiderkreisel ist in meinen Augen nur noch semi-vertrauenswürdig und somit bleiben eigentlich nur noch der Kleiderkorb und die eBay Kleinanzeigen übrig. Auf der letztgenannten Plattform sollte man jedoch als Frau keinesfalls Tragebilder hochladen, wenn man dort nicht per Nachrichten belästigt werden möchte. Ein neutraler Username hilft dabei auch ungemein ;)

      Ich finde die Geschichte deiner Tochter echt ärgerlich. Vor solchen Usern ist man ja leider nirgendwo wirklich geschützt :(

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  2. Bei Kleiderkreisel hab ich glaub 1x einen Nagellack gekauft und irgendwas war da ... eingetrocknet?! Jedenfalls war ich dann durch mit dem Thema.

    Kleidung verkaufe ich eigentlich nie, weil es sich nicht lohnt (zeitlicher Aufwand). Eigentlich landet bei mir alles beim Roten Kreuz.
    Ich stelle höchstens mal was im Online-Auktionshaus ein, wenn es Markensachen und/oder "was besonderes" ist, z. B. meine Tiggers oder aktuell eine Tracht, aus der ich rausgewachsen bin. *ähäm* ;-)

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    1. Wenn direkt die erste Erfahrung blöd ist, dann kann ich gut verstehen, wenn du direkt das Handtuch geworfen hast. Meine Verkäufe und Käufe liefen allesamt ziemlich unkompliziert ab, aber vielleicht hatte ich da auch einfach nur Glück :)

      Wenn ich viele Klamotten in einem Rutsch fotografiere und einstelle, dann ist das durchaus effektiv von der Kosten-/ Nutzenrechnung her. Einmal etwas Aufwand und dann geduldig warten.
      Kann aber natürlich auch verstehen, wenn man sich das nicht unbedingt antun möchte und lieber direkt ans Rote Kreuz spendet (was im Falle dieser Container letztlich aber auch nur selten bei Bedürftigen ankommt und stattdessen überwiegend gewerblich weiterverkauft oder in Schnipsel zerteilt wird).
      Bei mir schreit dahingehend halt das Nachhaltigkeitsherz laut auf. Ich versuche also, die Klamotten noch relativ günstig an die Frau zu bringen und erst, wenn dieses Vorhaben wieder Erwarten scheitert, kommen die Teile in die Kleiderspende. In 80% der Fälle werde ich sie aber tatsächlich noch los :)

      Trachten lassen sich im August und Septemper online wirklich super verkaufen. Da suchen viele Frauen nach einem neuen Outfit fürs Oktoberfest :)

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  3. Ich war damals eine von denen, die aus Protest gegen die Gebühren ihren Account gelöscht haben. Bis dahin hatte ich da eigentlich recht viel Klamotten und vor allem Taschen vertickt. Bin dann zur kostenlosen Kleinanzeigen-Version vom Online-Auktionshaus gewechselt - ging auch. Aber vielleicht verzeihe ich KK noch einmal. Mal sehen, wie sich das weiter entwickelt.

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    1. Berichtest du dann darüber? Bin neugierig :)

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