Dienstag, 20. September 2016

DIY Schubladeneinsatz für KOMPLEMENT

Als im März des letzten Jahres meine Gürtelschublade aus Acryl an einer kleinen Stelle der Schienenführung durchbrach (*klick* ... ich hatte sie wohl zu schwer beladen -.-), war ich zunächst tottraurig. Hab mich dann relativ zeitnah entschlossen, nach Ersatz im Netz zu suchen. Gab die guten Stücke ja bloß noch gebraucht und trennen wollte sich offenbar (nachvollziehbarerweise) kaum jemand davon ... schon gar nicht in Leipzig und Umgebung :(

Nach 1,5 Jahren der ergebnislosen Suche hab ich nun beschlossen, mir eine adäquate Alternative zu werkeln (beim Sägen brauchte ich allerdings die Hilfe vom Liebsten) und das ist dabei rausgekommen:


DIY Einsatz für eine KOMPLEMENT Schublade


Mir ist beim Ausmessen der Schubladeninnenflächen leider ein eklatantes Missgeschick unterlaufen (Tippfehler während der Maßeingabe im Smartphone), sodass ich am Ende nochmal ordentlich improvisieren musste.
Richtig wäre: 52,6 cm (Länge) x 64,8 cm (Breite) x 10,8 cm (Höhe)
Ich gab jedoch bei der Breite aus Versehen 54,8 cm ein und bemerkte dies nicht. Verdammte Wurstfinger! :(

Wir kauften zunächst vier solche simplen Holzbretter im Biber-Baumarkt (kosteten dort jeweils 1,49 €, also insges. knapp 6 €) und ließen sie uns dort längs in der Mitte zerteilen, sodass daraus acht 60 cm lange und 10 cm breite Brettchen entstanden:




Im Nachhinein wären natürlich drei Bretter à 60 x 20 cm (5 Stück à 10 cm Breite werden davon im Endeffekt benötigt) sowie zwei Bretter à 80 x 20 cm (4 Stück à 10 cm Breite braucht man letztlich) wesentlich besser gewesen, aber zu diesem Zeitpunkt ist mir der Notizfehler halt leider noch nicht aufgefallen -.-

Bei vier der Leisten zeichnete ich 54,8 cm an (richtig wären eigentlich an einem 80 cm langen Brett 64,8 cm gewesen) und bei den anderen vier wiederum 52,6 cm:




Nachdem die Bretter vom Liebsten an diesen Linien abgesägt wurden, stand mein grobes Fächergerüst, das jetzt lediglich noch Kerben für ein gitternetzartiges Ineinanderstecken der längeren Stücke in die kürzeren Exemplare brauchte.
Dafür zeichnete ich bei den kurzen (= einzig korrekt abgemessenen) Leisten an den scharfen Sägekanten (die andere, ungesägte Kantenseite war jeweils leicht abgerundet) im Abstand von 10,52 cm senkrechte Striche bis zur Leistenmitte - also exakt 5 cm tief. Später verbreiterte ich diese nach beiden Seiten jeweils nochmal um 9 mm (ergibt dann die Bretttiefe von 1,8 cm):




Bei den längeren Brettern waren es dann in meinem Fall 10,96 cm, wobei man bei korrekter Schubladeninnengesamtbreite (also 64,8 cm) auf einen Strichabstand von 10,8 cm gekommen wäre. Das hätte dann sechs etwas kleinere Fächer ergeben (bei lediglich fünf gewünschten Fächern in der Breite käme man auf einen Strichabstand von 12,96 cm; dann hätten die Gürtel im Übrigen auch etwas mehr Platz in den einzelnen Fächern und man bräuchte hierfür zudem auch nur zwei 60 x 20 cm Bretter kaufen).
Wichtig ist bei diesem Schritt noch, während des Anzeichnens unbedingt auf die Ausrichtung der Kanten zu achten, denn nun gehen die Striche von den leicht abgerundeten Seiten aus :)

Anschließend hat der Liebste dann seine Stichsäge ausgepackt und die Kerben für das spätere Ineinanderstecken der einzelnen Leisten kredenzt:




So sahen die acht Steckteile schließlich aus:




Dass es den größeren Stücken deutlich an Länge fehlte, dämmerte mir hier zum ersten Mal. Leider ein bisschen zu spät, was mal wieder typisch für mich ist -.-

Fertig zusammengesteckt schaute das Ganze dann folgendermaßen aus:




Das Probeliegen in der Schublade bestätigte schließlich meinen Verdacht auf einen Notizfehler:




Als ich das sah, war mir fast zum Heulen zumute, aber ich hatte hier bereits eine Idee zur Halbwegs-Rettung. Später mehr dazu ;)

Zunächst mussten nämlich noch die Säge- und Materialmacken (Kerben im Holz sowie Absplitterungen) mit Acryl aufgefüllt werden und anschließend durchtrocknen:




Hier mein Rettungsversuch mit einem weiteren Brett als Seitenabschluss, das von zwei Schrauben gehalten wird:




Und dann wurde es auch bereits Zeit für den Lackeinsatz:




Hier könnt ihr die fertige Konstruktion mit den Trennstegen sehen:




Meine zahlreichen Gürtel schauen doch echt super in ihrem neuen Zuhause aus, oder? *hüpf*

Das Ganze passt thematisch recht gut zum Creadienstag und wird daher auch dorthin geschickt :)

Abschließend seht ihr hier mal noch mein damals geschaltetes Inserat bei den Kleinanzeigen, wo ihr die defekte Vorgänger-Schubladen-Variante ziemlich gut erkennen könnt (den Schriftzug Tira-Mi-Su hab ich natürlich erst jetzt auf das Bild gepackt *g*):


Kommentare:

  1. Wow, damit könntest du glatt in Serie gehen! Das ist Milliarden Mal besser als das olle Plasteteil und sieht wahnsinnig professionell aus.

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    1. Lieben Dank für deine netten Worte zur Werkelei! :)

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  2. Das ist echt super geworden! *Daumen hoch* :)

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  3. Klasse! Ich kann nur wieder Euer handwerkliches Geschick loben!
    Dass sich da ein größeres Fach ergeben hat, finde ich gut. Braucht man bestimmt auch.

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    1. Dankeschön, liebe Judy! :)
      Das größere Fach finde ich inzwischen auch äußerst praktisch.

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