Dienstag, 8. November 2016

Filmkritik: Doctor Strange (3D)

Ich geb's zu: einige Superhelden aus dem Marvel-Universum kenne ich schlichtweg nicht und der seltsame Doktor gehörte bis vor Kurzem auch noch dazu (ich dachte ehrlich gesagt zunächst, er wär einer der Bösen *lol*). Sogar die hin und wieder mal Comics lesende bessere Hälfte konnte diesen Helden - trotz vorhandener schemenhafter Erinnerungen - nicht so recht einordnen.
Offenbar passiert genau das, wenn sich die Filmstudios immer neuerer Comicprojekte annehmen, denn man verliert so langsam aber sicher die Übersicht bei der Vielzahl an heroischen Charakteren.
Trotzdem hat der Liebste auf einen Kinobesuch bestanden und obendrein auch noch auf einer von uns sonst eigentlich eher verhassten 3D-Vorstellung.
Nun gut ... ich ging also völlig vorbehaltlos und ohne irgendwelche Informationen (selbst das Trailern hatte ich dieses Mal im Vorfeld weggelassen) mit dem tMdW in eine späte Filmvorstellung, bei dem ich dann als Sechsauge (hatte leider mal wieder vergessen, mir vorab Kontaktlinsen einzusetzen -.-) gespannt das Geschehen auf der Leinwand verfolgte.




HANDLUNG:

Der brillante, aber zugleich auch äußerst arrogante Neurochirurg Stephen Strange (Benedict Cumberbatch) kann seine Hände nach einem schweren Autounfall aufgrund einer Nervenschädigung nicht mehr richtig bewegen und stößt bei seinen verzweifelten Recherchen auf einen scheinbar wundersamen Heilungsfall.

Um seine Hände und damit seine Karriere vielleicht doch noch zu retten, reist der in Selbstmitleid zu ertrinken drohende Strange nach Kathmandu und wird dort aufgrund seiner Hartnäckigkeit in den gleichen mystischen Orden aufgenommen, dem auch der ehemals Querschnittsgelähmte angehört hatte. Die zu Beginn aufgrund seiner ausgeprägten Selbstsucht noch recht skeptische Älteste (Tilda Swinton) erkennt schon bald, dass der ehemalige Arzt nicht nur extrem wissbegierig und fleißig ist, sondern auch ein ungeahntes Talent für Magie zu haben scheint.

Mutig stellt er sich als Anfänger ganz allein dem früheren Ordensmitglied Kaecilius (Mads Mikkelsen) entgegen, der sich einer dunklen Dimension zugewandt hat und unter Zuhilfenahme einiger zuvor gewaltsam entwendeten Buchseiten mit geheimen Formeln eine Welt ohne Zeit erschaffen will, in der alle Menschen unsterblich wären. Selbst die Älteste soll seinen Ausführungen zufolge einige Zaubersprüche aus der dunklen Dimension von Dormammu genutzt haben, um nicht zu altern.
Schwer verletzt kann sich Strange daraufhin durch ein Portal zu seiner früheren Kollegin und Freundin Christine Palmer (Rachel McAdams) retten.

Beim Showdown in Hongkong wagt der Protagonist dann einen cleveren Schachzug, wodurch er sich aber auch überraschenderweise einen völlig neuen Feind erschafft.





FAZIT:

Es fällt mir dieses Mal zugegebenermaßen ziemlich schwer, ein Feedback abzugeben. Seit der besuchten Vorstellung ist inzwischen auch bereits eine Woche verstrichen, weil ich nicht so recht wusste, was ich zu Doctor Strange schreiben soll. Sonst bin ich bei Filmkritiken eigentlich nicht derart ratlos -.-

Ohne Comic-Hintergrund kann ich z.B. nicht einschätzen, inwiefern sich die Verfilmung an die Vorlagen gehalten hat und ob die Besetzung gut ausgewählt wurde. Ich kann den Streifen also nur solo beurteilen und bin davon gar nicht mal so abgeneigt wie ursprünglich befürchtet *g*

Benedict Cumberbatch fand ich in der titelgebenden Rolle richtig gut! Er spielte sowohl den erfolgsverwöhnten Chirurgenschnösel als auch den gebrochenen Mann und später den listigen Magier äußerst eindrucksvoll und v.a. 100%ig überzeugend. Toller Schauspieler! :)
Von den anderen Darstellern dieser recht hochkarätigen Riege ist mir eigentlich bloß noch Benedict Wong positiv in Erinnerung geblieben, der seine gleichnamige Figur mit trockenem Humor ausstattete und dadurch für einige Schmunzler sorgte.

Die Handlung rund um die Paralleluniversen, Zaubereien und Orden haben mich jetzt zwar nicht unbedingt geflasht (ist viell. einfach nicht so wirklich mein Thema), aber dafür hat es mir die Optik mächtig angetan. Ich bin ja bekanntermaßen kein großer Fan der überteuerten (und in 95% der Fälle völlig überflüssigen) 3D-Technik, aber diesen Film MUSS man einfach dreidimensional sehen! Konnte den Liebsten nach dem Vorstellungsbesuch also voll und ganz hinsichtlich seiner Entscheidung gegen unser übliches kleines Retrokino (mit etwas schlechterer 3D-Technik) verstehen.
Der Film war meiner Meinung nach visuell wirklich extrem ansprechend :)

Insgesamt betrachtet halte ich Doctor Strange für durchaus sehenswert, wenngleich thematisch für meinen Geschmack einen Tick zu übernatürlich. Für Fans der Marvel-Filmreihe ist der Streifen auf jeden Fall Pflicht (auch aufgrund der üblichen beiden zusätzlichen Szenen am Schluss)! In diesem Punkt hinken der Liebste und ich bloß hinsichtlich des Films Guardians of the Galaxy hinterher, den wir bisher noch nicht gesehen haben. Im Mai 2017 soll ja bereits dessen Fortsetzung in den Kinos anlaufen.





Abschließend gibt es für euch wie gewohnt noch den dazugehörigen Trailer: *klick*

Kommentare:

  1. Ich denke ich gucke ihn mir eines Tages via VOD an. Inhaltlich bin ich jetzt zumindest mal up-to-date. War das die Beschreibung der Film-Website? Die ist ja schon ziemlich.. ausführlich, sagen wir mal.

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    1. Du hast Recht: das war ein kleines bisschen zu viel Gespoilere. Hab das Ende der Handlungsbeschreibung daher gerade eben auch nochmal etwas abgeändert :)
      Die Beschreibung stammt von mir (wie auch alle vorherigen), auch wenn ich hin und wieder mal einen prüfenden Blick auf die Wikipedia-Seite geworfen habe, um die ganzen Leute richtig auszuschreiben ;)

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  2. Ich muss ja gestehen, dass ich noch keinen dieser neuen Superhelden-Filme gesehen habe (Avengers, Suicide Squad oder wie die alle heißen 0_o). Der einzige Superheld (der ja eigentlich keiner ist?!), den ich mag, ist Batman. :-)

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    1. Von Batman hat es mir eigentlich bloß die Nolan-Trilogie mit Christian Bale in der Hauptrolle so richtig angetan.

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  3. Ich kenn mich weder mit Comics noch mit Comicverfilmungen aus, aber der Schauspieler ist gut. "Übernatürlich" hätte ich für ein grundsätzliches Merkmal dieser Heldengeschichten gehalten :-)

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    1. Na gut, es gibt da halt durchaus noch Differenzierungen von (leicht) übernatürlich bis hin zu abgespaced. Doctor Strange fällt meiner Meinung nach eher in die zweite Kategorie. Da lob ich mir Spiderman und Iron Man :)

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  4. Uiui, den Film hatte ich gar nicht auf meiner To Watch-Liste, aber Benedict Cumberbatch! <3

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