Mittwoch, 16. November 2016

Frozen Mushrooms

Wer hätte das gedacht ... sogar noch Mitte November kann man zu viert innerhalb einer Stunde etliche Pilze finden. Und das bei Minusgraden!
Ihr glaubt mir nicht? Seht selbst:




Es war eher eine spontane Idee, nach Pilzen schauen zu gehen und aufgrund der niedrigen Temperaturen habe ich mich auch extrem dick einpacken müssen (mit teilweise bis zu sechs Schichten übereinander *lol*).

Dieses Waldstück in der Nähe von Dresden wurde dann letzten Samstag zu unserem erfolgreichen Suchgebiet (links seht ihr einen Abgrenzungs-/ Sicherheitszaun aufgrund des nahegelegenen Masseneinbads):




Hier seht ihr mal ein paar der dort von uns entdeckten Pilze (manche essbar, andere wiederum nicht):


(einfach anklicken zum Vergrößern)


Bei diesem - meiner Meinung nach ziemlich eindeutig identifizierbaren - flockenstieligen Hexenröhrling wurde ich dann jedoch von einem Verzehr vehement abgehalten (durch Omma und den Liebsten ... beide äußerst besorgt):


die hellen Stellen sind im Übrigen auf den Frost zurückzuführen
(nix Schimmel oder so *g*)


Nachdem ich zusammen mit Omma unser Pilzmitbringsel gründlich inspiziert und gereinigt hatte, ist im Endeffekt dieser madige Verschnitt übrig geblieben, der dann auch umgehend im Müll landete:




Zum Glück blieben noch genügend Pilze für unser gemeinsames Abendessen übrig:


leckere Maronenröhrlinge *_*


Die kleinen, besonders festen Pilze klammerte ich übrigens im Vorfeld davon aus und nahm sie dann anschließend mit nach Hause zum Trocknen (im Backofen):




Die hierdurch deutlich geschrumpften Minipilzteilchen werden demnächst bei Bedarf die eine oder andere Pilzsuppe ergänzen/ verfeinern :)

Kommentare:

  1. Ich meine mich wirklich ganz dunkel daran erinnern zu können, dass ich mit Oma und Opa auch früher in die Pilze ging. Und dann kam eben Tschernobyl und Oma wollte nicht mehr. Opa ging trotzdem noch und Oma hat ihm auch die Pilze zubereitet, aber essen durfte ich auch nichts mehr davon.

    Aber Oma hatte dann immer Pilze im Keller - also so einen Heuballen, aus dem Champignons wuchsen. Pilze sind sowas leckeres.

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    1. Das liegt am hohen Cäsium-Gehalt sämtlicher wilder Schwammpilze (Röhrlinge) seit Tschernobyl. Eigentlich Wahnsinn, dass die Radioaktivität deswegen auch noch Jahrzehnte später erhöht ist :O

      Ich bin der Meinung, dass mich eine selbst gesammelte Pilzmahlzeit im Jahr schon nicht umbringen wird. Wöchentlich würde ich die Braunkappen aber auch nicht essen wollen (s.o.).
      Deine Oma züchtete Champignons selber? Cool! Ich wusste gar nicht, dass das so einfach geht :)

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    2. Die Oma hatte einen Heuballen, gibt's wohl heute immer noch so. Aber natürlich alles moderner heute:
      https://www.pilzzuchtshop.eu/champignon-pilzzuchtsets-fuers-haus-bio/

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  2. Ein sehr interessanter Beitrag. Pilze vermisse ich echt, hab ich immer besonders gerne gegessen. Und selbst gesammelt sind sie sicher noch besser!

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    1. Schade, dass du sie nicht mehr verträgst. Pilze sind schon was Feines :)

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  3. Jaa, lecker! Das war entgegen aller Vorhersagen ein gutes Pilzjahr.
    Wir haben auch einige getrocknet, weil wir sie zu zweit gar nicht aufessen konnten.

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    1. Also pilztechnisch gab es 2016 wirklich nix zu meckern :)

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