Freitag, 23. Dezember 2016

Filmkritik: Inferno (2016)

Hätte nie gedacht, dass ich mal alleine ins Kino gehen würde, aber die Spielzeiten der Dan-Brown-Roman-Verfilmung lagen gegen Ende ihrer Ausstrahlung zeitlich leider derart unglücklich, dass ich all by myself reinging. Fand ich im Nachhinein sogar ziemlich okay, um ehrlich zu sein :)
Auf dem Weg zum Kino hatte ich im Übrigen eine flüchtige Begegnung mit einem ehemaligen Klassenkameraden nach immerhin 13 Jahren und was ist hierbei die goldene Regel bzw. quasi ein ungeschriebenes Naturgesetz? Richtig: dass man genau an solchen Tagen zufällig grad die optisch schlimmste Version seiner selbst durch die Gegend spazieren trägt -.-

Was ich über den Film denke, könnt ihr bei Bedarf nachfolgend lesen.




HANDLUNG:

Professor Langdon (Tom Hanks) ist mal wieder in eine Schnitzeljagd involviert. Dieses Mal geht es um einen zu 50% tödlichen Virus, der von Bertrand Zobrist (Ben Foster) entwickelt wurde, um die Weltbevölkerung drastisch zu reduzieren und damit das Fortbestehen der menschlichen Rasse auch in ferner Zukunft zu gewährleisten.

Kurz bevor er seine Mission eigenhändig vollenden kann, wird er jedoch von dem WHO-Mitarbeiter Christoph Bouchard (Omar Sy) auf einem Kirchturm gestellt und springt daraufhin freiwillig in den Tod. Zurück bleiben eine Menge Rätsel, nur noch wenig Zeit bis zur Deadline und ein völlig verwirrter Professor Langdon, der sich gemeinsam mit der Ärztin Dr. Sienna Brooks (Felicity Jones) auf die Suche nach dem versteckten Virus begibt, um dessen Ausbruch zu verhindern. Selbstverständlich werden ihm dabei wieder einmal massive Steine in den Weg gelegt. Wie sollte es auch anders sein ;)

Den Beginn der Reise markiert im Übrigen Botticellis Karte der Hölle zu Dantes titelgebendem Werk Inferno.




FAZIT: 

Ich mag den Film und finde ihn - bereits von der reinen Thematik her - etwas besser als den Vorgänger Illuminati, aber trotzdem ein ganzes Stück schwächer als Sakrileg. Was mir etwas negativ auffiel, ist ein verringerter Schwerpunkt auf die typischen Schnitzeljagdszenen dieser Filmreihe, also dem spannenden Rätselraten der Hauptfiguren, für das man sich früher noch ausgiebig Zeit genommen hatte. Stattdessen wirkt der Streifen von vorne bis hinten ziemlich gehetzt, was ihn zwar durchaus kurzweilig macht, ihm aber irgendwie auch ein bisschen Seele raubt.

Über die Besetzung kann ich hingegen nicht meckern. Tom Hanks als Hauptdarsteller hat mit den Jahren zwar etliche Falten im Gesicht angesammelt, aber nach wie vor absolut nichts von seiner Leinwandpräsenz eingebüßt. Bin zugegebenermaßen ein Fan :)

Das im Film erwähnte Seuchen-Szenario halte ich übrigens für halbwegs realistisch, da die Überbevölkerung in absehbarer Zeit tatsächlich ein großes Problem für die Menschheit darstellen wird. Insofern bleibt Mr. Zobrist zwar ein Wahnsinniger, aber halt einer mit durchaus nachvollziehbarem Motiv.

Nach etwa 3/4 des Films folgt dann noch eine interessante Wendung. Die fand ich echt super, wenngleich sie für mich nicht komplett unvorhersehbar war.




Hier findet ihr den Trailer: *klick*

Kommentare:

  1. Ich war schon ewig nicht mehr allein im Kino, find' es aber an sich ne Sache, die man gut alleine machen kann. :-) Den Film gucke ich mir spätestens im Free TV mal an.

    Happy Feiertage! :-)

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    1. Mir war es bisher einfach zu abwegig, alleine ins Kino zu gehen. Irgendwie war das für mich stets so ein Gruppen- oder Pärchending. Inzwischen sehe ich das aber auch deutlich lockerer.
      Ja, im TV lässt sich der Film bestimmt auch gut schauen.

      Selber Happy Feiertage! :)

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  2. Ich mag die Brown-Bücher. Im Kino gucke ich mir die filmische Umsetzung zwar seit dem ersten Teil nicht mehr an, aber sehr gerne im TV :)

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  3. Mist, hab ich verpasst. Hätte ich auch gern gesehen. Die anderen DanBrown-Filme schau ich auch gern immer mal wieder an.

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