Sonntag, 25. Juni 2017

Filmkritik: Fluch der Karibik 5 - Salazars Rache

Fast genau sechs Jahre nach dem vierten Teil der filmischen Piratensaga (*klick*) ist nun endlich eine weitere Fortsetzung um den legendären Seeräuber Captain Jack Sparrow in die Kinos gekommen, die wir uns nicht entgehen lassen wollten.
Überraschenderweise begann die Vorstellung ausnahmsweise mal überpünktlich (und offenbar auch ohne Trailer und/ oder Werbung), sodass wir die ersten 2-3 Minuten leider verpasst haben -.-




HANDLUNG:

Der vom Pech verfolgte Jack Sparrow (Johnny Depp) hat sich in der Vergangenheit anscheinend noch einen weiteren Mann zum Feind gemacht: Captain Armando Salazar (Javier Bardem). Dieser sinnt seit jener schicksalhaften Begegnung mit dem damals noch blutjungen Jack auf Rache, denn er wurde aufgrund einer List unseres hochgeschätzten Rumfreundes im Teufelsdreieck mit einem Fluch belegt. Seither wartet er dort als lebender Toter zusammen mit seiner ebenso verwitterten Besatzung auf die Möglichkeit, sich dafür zu rächen.

Ironischerweise ist es Captain Jack Sparrow selbst, der unbeabsichtigt die geografischen Fesseln von Salzar löst. Daraufhin beginnt die spannende Jagd.

Währenddessen entschlüsselt die der Hexerei bezichtigte und zum Tode verurteilte junge Frau Carina Smyth (Kaya Scodelario) ein altes Notizbuch, welches sich als Karte zum legendären Dreizack des Poseidon herausstellt. Dieser soll offenbar sämtliche Flüche aufheben können und wird dann natürlich auch von Jack gesucht, der dadurch mal wieder seine Haut retten möchte. Es gibt noch eine weitere Person, die Interesse an dem Dreizack aus persönlichen Gründen hat, jedoch werde ich das an dieser Stelle mal besser nicht verraten.

Am Schluss wird es dann noch richtig traurig, aber auch diesbezüglich möchte ich euch ehrlich gesagt lieber nicht spoilern. Mein Cousin hätte mir die Info kürzlich beinahe selbst vorab gegeben (ungefragt! => sowas kann ich vielleicht leiden -.-), aber ich wollte sie partout nicht haben. Gehöre wohl eindeutig zum Team Überraschungsei :)




FAZIT:

Auch wenn sich die Storyline gefühlt in jedem Teil wiederholt (Jack wird von einer untoten Schiffsbesatzung gejagt, während er sich fortwährend dem Rumgenuss hingibt) und die bisherigen Charaktere keine neuen Seiten zeigen, macht der fünfte Film der Reihe durchaus wieder richtig Spaß. Ich hab mich gut unterhalten gefühlt und das ist für mich persönlich bei einem Kinobesuch das wichtigste Kriterium.

Frisch beim Cast dabei sind u.a. zwei Jungspunde, die ich zumindest teilweise gut gecastet finde. Der männliche Neuzugang wurde schon allein nach rein optischen Kriterien wirklich äußerst passend ausgewählt, während sein weibliches Pendant - obwohl in der Realität 2,5 Jahre jünger - etwas älter aussieht. Mir persönlich ist das natürlich egal, aber im Zusammenspiel mit einem anderen (nicht gänzlich unwesentlichen) Faktor im Film hat mir das ein bisschen Kopfzerbrechen bereitet.
Javier Bardem spielt mal wieder einen Bösewicht und erneut kann ich ihn nicht so recht ernst nehmen. Mittlerweile glaube ich jedoch, dass das gar nicht mal am Schauspieler selbst, sondern an der dazugehörigen Synchronstimme liegt ... ach ja: bei Fluch der Karibik 5 natürlich obendrein noch an seinen seltsam wehenden CGI-Haareffekten ^.^
Appropos Synchronstimme. Ich werde wohl immer die von Jack aus den ersten drei Teilen favorisieren, aber die aktuelle ist auch nicht völlig verkehrt und zumindest grob in der Nähe der ursprünglichen Stimme. Dahingehend habe ich echt schon wesentlich schlimmere Auswechslungen erlebt (z.B. bei Akte X und auch bei McLeod's Töchter).

Alles in allem ist es ein guter Film, der mir etwas besser als der direkte Vorgänger gefallen hat und bei dem man erneut bis nach dem Abspann sitzen bleiben sollte. Genau diese kurze Sequenz lässt mich im Übrigen auch stark vermuten, dass es einen sechsten Teil der Reihe geben wird.
Ich hoffe nur, dass man das Ganze nicht allzu sehr ausreizt und in die Länge zieht, denn dann würde zwangsläufig die Qualität dieser FdK-Filme leiden. Sollte Johnny Depp aussteigen, hätte sich die Sache ohnehin für mich (und ich denke auch für die meisten anderen Zuschauer) erledigt.




Den dazugehörigen Trailer findet ihr hier: *klick*

Zum Schluss möchte ich euch noch die genialen Rückseiten unserer beiden Tickets zeigen (dadurch hat uns der Kinobesuch im Endeffekt insgesamt lediglich 2 € gekostet, da der Normalpreis bei 7 € pro Person lag und durch unsere IKEA Family-Karten dann zusätzlich noch jeweils um einen Euro reduziert wurde):




Ich liebe dieses Retrokino und seine enge Zusammenarbeit mit dem Möbelschweden! *_*

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen